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 01.02.2010

Liebe Frau Schwarze,                       

lange nehme ich mir schon vor, Ihnen mal wieder ein wenig zu berichten, doch Sie wissen sicher, wie das ist.

Aber jetzt habe ich ein wenig Zeit, während meine Zweibeiner sich von den Feiertagen langsam erholt haben und mein Bruder Nakipo faul neben mir liegt und vor sich hin döst…

Können Sie sich überhaupt noch an mich erinnern? Vor fast sechs Jahren führte mich mein Weg weit weg von Ihnen in den Odenwald nach Reinheim, bald gefolgt von meinem Bruder.

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In der Zwischenzeit haben wir uns hier ein nettes Rudel aufgebaut. Überwiegend Vierbeiner natürlich,auch wenn die meisten davon immer noch ganz komisch bellen…ihr wau hört sich eher nach miau an!Aber wir haben auch die Zweibeiner voll integriert. Nach einigen kurzen Diskussionen haben Nakipo und ich uns sogar dazu entschlossen, sie in unserem Bett schlafen zu lassen. Wir sind halt sehr gutmütig… Überhaupt sind wir sehr bedacht darauf zu achten, was unsere Zweibeiner so alles anstellen. Kaum einen Schritt lassen wir unbeobachtet. Besonders der große weibliche kann eigentlich nichts  ohne unsere wachsamen Augen tun…  selbst in die Badewanne ist Nakipo ihr schon zur Hälfte

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gefolgt. Wir fungieren auch als persönliche Fitnesstrainer. Seid wir unser Rudel übernommen haben, sorgen wir regelmäßig für ausreichend Bewegung. Sogar aufs Fahrrad setzt sich die große Zweibeinige wenn’s schön kalt ist, obwohl sie es gar nicht gerne mag. Sie behauptet immer,

WIR müssten mal richtig rennen, aber sie lässt sich doch tatsächlich von uns durch die Gegend ziehen. Ich glaube ja, sie ist einfach zu faul zum Treten… Aber sie hat schon Recht

Es ist fantastisch, durch Feld und Wald zu rasen und sich richtig auszupowern. Sobald andere Zweibeiner uns kommen sehen, nehmen sie ihre Vierbeiner sofort zur Seite, um unseren Run nicht zu unterbrechen und schauen uns bewundernd hinterher. Für mich ist es einfach das Größte, zu rennen, rennen, rennen…

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Bei meinem Bruder hingegen ist es Tagesform abhängig. Oft joggt er einfach nebenher und lässt mich die Arbeit machen. Typisch Mann! Er gehört eben eher in die Kategorie „Couch-potato“.

Na ja, was soll’s, mir macht es ja Spaß und es ist doch immer wieder schön, ihn hier bei mir zu haben. Gemeinsam haben wir hier schon viel verändert: Schuhe werden mittlerweile sofort weggeräumt, Essbares nie unbeaufsichtigt stehen gelassen, im Garten haben wir schon einige Anregungen zum Umgestalten gegeben und auch einige Möbel tragen heute unsere persönliche Note.

Aber wie dem auch sei, das Zusammenleben in unserem Rudel ist immer wieder spannend und wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass es nicht langweilig wird.

Ich verabschiede mich nun und wünsche Ihnen, liebe Frau Schwarze, alles Liebe, und dass es Ihnen auch in Zukunft gelingt, für die Tiere, die Sie vermitteln, ein so perfekt passendes Heim zu finden, wie bei uns.

Wir, Nakipo, unsere Zweibeiner und ich, sind Ihnen sehr dankbar für Ihr Engagement und genießen unser Leben nicht zuletzt dank Ihnen in vollen Zügen.

Ihre Laika

p.s. Würden Sie bitte auch Frau Bonk herzlich von uns allen grüßen?


Nakipo-Ankunft

Es ist nun schon etwas über ein Jahr her, dass ich meine sieben Sachen packte und bei Ihnen auszog, um die große weite Welt kennen zu lernen. Meine Reise führte mich über das große Wasser, geradewegs nach Reinheim, wo mir vier Zweibeiner über den Weg liefen, zwei große und zwei freche. Bei dem großen Weibchen und mir war es quasi Liebe auf den ersten Blick, die anderen habe ich mir erst noch 2-3 mal anschauen müssen. Sie sind mir aber mittlerweile durchaus ans Herz gewachsen. Ich habe also beschlossen, sie zu behalten und nun wohnen sie mit mir im Haus mit ganz viel Platz zum Toben, den ich auch oft und gerne nutze.                                            

Das kam dann wohl auch meinem Bruder Nakipo (ich glaube, Sie nannten ihn Zorro) zu Ohren, der sich knapp zwei Wochen später auf den Weg zu mir machte und ganz spontan beschloß, bei mir einzuziehen.
Seit dem tobt bei uns der Bär. Sie glauben gar nicht, wie schön Zweibeiner hüpfen können, wenn wir beide um die Ecke gerast kommen... . Allerdings sind wir danach sooo müde, dass wir ausgiebige Schläfchen halten,

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bevorzugt natürlich da, wo unsere Menschen am häufigsten entlang laufen, um sie immer überwachen zu können. Nicht, dass wir etwas verpassen! Außerdem leben bei uns noch vier andere Vierbeiner. Ihr Bellen ist jedoch etwas seltsam, es hört sich immer ein wenig nach “miau” an und zum Spielen sind sie auch nicht wirklich geeignet, aber wir versuchen es weiter...
Im Sommer waren wir mit der Gestaltung des Außengeländes beschäftigt.

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Unsere Zweibeiner pflanzten gerade neu und säten Rasen. Wozu weiß ich nicht. Einige Wochen später, als wir wieder frei draußen rumtollen durften, haben Nakipo und ich das noch einmal umgestalten müssen (Pflanzen versetzen, Hügellandschaften anlegen, etc.).
Momentan geben wir uns ganz unserer großen Leidenschaft, dem Zerbeißen von Teppichen und Schuhen, hin. Allerdings geht das nur, wenn unsere Zweibeiner grade nicht da sind. Irgendwie scheinen sie nicht so begeistert von unserer Freizeitbeschäftigung zu sein.
Aber im Großen und Ganzen lässt es sich hier schon aushalten. Wir werden reichlich beschmust und haben hier auch schon viele bellende Freunde gefunden. Sie müssen also nicht mit unserer Rückkehr rechnen.
Ich grüße Sie herzlich aus dem schönen Odenwald und danke Ihnen für alles, was Sie für meinen Bruder und mich getan haben.
Alles Liebe, Ihre LAIKA
P.S. Liebe Grüße auch von NAKIPO und unseren Zweibeinern