07.06.2018

Leider mussten wir unsere geliebte Jana am Samstag über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

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Mit ihren 15 Jahren hatte sie leider ein akutes Nierenversagen, wir haben kurz gekämpft, was uns allen einen letzten gemeinsamen Tag beschert hat
.... aber dann hat sie uns ganz deutlich gezeigt das es nicht mehr geht....
Sie hinterlässt eine riesige Lücke.
Wir können es immernoch nicht begreifen...13 Jahre war sie bei uns.....
Vielen Dank für diesen tollen Hund!

Vielen Dank für die lieben Worte.


Hallo zusammen!!!

Ich bins, die Jana! Da ich jetzt ja schon fast ein Jahr in Deutschland bin, wollte ich mich nun doch mal wieder mit ein paar Bildern aus meinem neuen Leben melden.

Fand ich ja erst alles ganz schön doof. Bei Margarethe wars doch so schön und dann werd ich in eine Kiste gesteckt, stundenlang durchgeschüttelt und soll mich dann auch noch freuen als schließlich zwei völlig Fremde von diesen Zweibeinern die Kiste wieder auf machen.

Ohne mich. Ich bleib hier drin.

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Andererseits... hier laufen noch zwei Katzen rum – bevor die sich über das Futter im Napf hermachen (kann ja nur für mich sein!)... Ich wage es einfach mal.

Tja, von da an hab ich schnell gelernt das die zwei eigentlich ganz in Ordnung sind. Sie hatten nur einen ganz großen Fehler: alle paar Stunden haben sie mich aus der Wohnung getragen. Wusste ja erst gar nicht warum. War einfach nur kalt und schrecklich da draußen. Schreckliche Autos, schreckliche Menschen, schreckliche Geräusche... aber schöne Büsche zum drunter verstecken – allerdings kamen Herrchen und Frauchen da immer nur so schlecht hinterher ;-)

Man, war ich froh, wenn ich endlich wieder in der Wohnung war und dort in Ruhe meine Geschäfte erledigen konnte...

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Ich hab dann ganz schnell einen Hundemantel bekommen, weil mein „Lanzarote-Winterfell“ nicht wirklich für die bis zu unter  –10°C geeignet war. Da waren die Spaziergänge auch gleich angenehmer. Und das die Autos und die fremden Menschen mir gar nichts wollen, hab ich dann auch schnell begriffen, dank dem kleinen Benny, einem Westi von Frauchens Bekannter.

Als ich dann zwei Wochen hier war, durfte ich schon das erstemal im Wald ohne Leine laufen! War das schön! Ich bin vor Freude nur gerannt, aber immer nur im Kreis um Frauchen rum, damit sie keine Angst bekommt – gut, ich war auch noch zu feige um weiter weg zu laufen.

So machte ich in den nächsten Wochen viele Fortschritte. Auch mit den Katzen wurde ich schnell warm.

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Irgendwann sind Herrchen und Frauchen (sie haben sich mir übrigens mit Timo und Maike vorgestellt) gaaaaanz früh morgens aufgestanden (An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich eine ausgesprochene Langschläferin bin und Störungen meine Nachtruhe vor 9h als vorsätzliche Körperverletzung betrachte) und haben Taschen aus der Wohnung getragen...komische Sache. Heute weiß ich, das nennt sich „in den Urlaub fahren“. Tolle Sache. Ich liebe Auto fahren! (da schlaf ich immer bei)

Da, wo wir nach ca. 9 Stunden entspanntesten Tiefschlafs wieder aus dem Auto stiegen, lag überall dieses weiße Zeug, dass ich so toll finde! Extra für mich (nehme ich an)!!!

Ich durfte sogar mit auf die Skipiste (mit der Gondel!), dort habe ich dann an der Skihütte gewartet und mir die Höhensonne auf den Pelz scheinen lassen. Jaja, lacht ihr ruhig über meine Sonnenbrille. Aber so viel Schnee und Höhensonne ist auch für Hundeaugen nicht gut. Und überhaupt: Ich war der am meisten fotografierte Hund da oben, das könnt ihr mir glauben!

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So haben Frauchens Bruder und ich unsere Modellqualitäten unter Beweis gestellt – ja, ich muss sagen, meine Nase trage ich seitdem noch ein wenig höher ;-)

Nachdem ich diesen Ausflug gemeistert hatte, ging es dann mit zwei großen Gondeln zum Hochalpinen Wanderweg Felskinn – Britannia – Felskinn. Ward ihr schon mal über den Wolken? So eine Aussicht! Ich wusste ja schon immer dass ich fliegen kann!  Pause an der Britanniahütte auf 3030m. Zeit zum kuscheln, wie ich finde!

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Ganz schön anstrengend!

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Ich habe also viele tolle Abenteuer erlebt im Urlaub. Dieses Jahr fahren wir wieder da hin! (Saas-Fee nennt sich der Ort übrigens und liegt in der Schweiz)

Als wir wieder zurück in Deutschland waren bekam ich dann Besuch von „Sandy“. Sie kommt auch aus Lanzarote und blieb bei uns, bis sie bei ganz netten Leuten ein Zuhause gefunden hatte. Ich hab mich sehr gefreut nicht mehr den Alleinunterhalter geben zu müssen – Menschen können ja so anstrengend sein...

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Umso trauriger war ich, als sie wieder ausgezogen ist... aber dann kam ja direkt die kleine Babsi... (was für ein Name! Wir haben sie „Lolle“ getauft: klein, frech, passt.)

Lolle war „mein Baby“. Hab sie immer Beschützt und ihr nach dem Fressen die Schnute sauber geleckt, wie man das bei seinem Baby halt so macht. Aber auch die Lolle fand ein Zuhause.

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Weil ich wieder sooooooooooo traurig war und meine Leute (Dank meiner guten Erziehung) fast alles für mich tun, habe ich dann im August die Carina bekommen. Naja gut, offiziell ist sie Timos Hund. Aber ich kann mit ihr machen was ich will. ;-) Am liebsten Fangen spielen, deshalb sehen wir hier auch so erledigt aus:

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Leider spielt Carina auch gerne mit den Rehen im Wald fangen, deshalb muss sie nun meist an der Leine bleiben L auch neigt sie dazu die Wohnung umzugestalten, wenn wir Vormittags allein sind, deshalb geht sie jetzt oft mit Timo mit ins Büro. Auch nicht schlimm, hab ich Frauchen und das Sofa für mich allein.

Zur Zeit sind wir übrigens wieder im Urlaub – glaub ich. Irgendwas ist nämlich anders... diesmal haben wir auch die Katzen und alle Möbel mitgenommen (wie umständlich!), außerdem sind wir schon ziemlich lange hier....ist aber nicht schlecht, wir haben einen eigenen kleinen Garten und viel mehr Platz!

Meine Narbe hat sich leider nicht mehr stark verändert. Frauchen sagt aber immer das mache nichts und dass sie die Narbe schon gar nicht mehr sieht (was ich aber nicht glaube, immerhin läuft sie jeden Tag mit der Salbe hinter mir her!). Aber stören tut es sie wirklich nicht. Ich find es nur nervig, dass mir immer alle auf den Hintern starren...

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Meine Narbe vor einem Jahr

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Meine Narbe heute

Frauchen sagt außerdem, dass sie mich immer wieder nehmen würde, obwohl ich schon so viel Unsinn gemacht habe.... zum Beispiel habe ich, als ich die Gepflogenheiten in diesem kalten Land noch nicht so genau kannte, ein Körnerkissen gefressen und auch 2 Packungen Mikrowellenpopcorn („ungepopt“) mussten schon dran glauben.... das gab Bauchschmerzen. Und das eine Packung Nähnadeln nicht zum Zerkauen gedacht ist, kann man doch wirklich nicht wissen! Auch Kerzen soll man nicht essen – genau wie Kugelschreiber, sämtliche Dekogegenstände, Schuhe, Bücher, ungekochte Nudeln ...

Übrigens war ich ja auch in der Hundeschule! Das war toll! Ich hab viele tolle Sachen gelernt, z.B. dass man vor großen Hunden keine Angst haben muss und dass man sich, wenn der Bach zu wenig Wasser hat, auch einfach in die Matsche legen kann um richtig nass zu werden. Super Sache, bin nämlich ne Wasserratte geworden!

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Achja „Fuß“, „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ hab ich natürlich jetzt auch alles drauf ;-) Jetzt suchen wir uns demnächst einen Hundeplatz in der Nähe und dann werde ich Frauchen beim Agility oder THS ein wenig Bewegung verschaffen...

Wenn ich nicht gerade rumtobe bin ich übrigens unheimlich verschmust. Ich könnte immer nur kuscheln. Vor allem Nachts... zuerst durfte ich ja immer mit ins Bett, mit zwei Hunden wurd Timo und Maike das zu viel, deshalb wurden wir aus dem Bett verbannt... aber nur kurz. Ich habe einen Kompromiss gefunden. Wir bleiben so lang in unserem Kudde, bis die zwei schlafen und dann krabbeln wir mit zu ihnen unter die Decke ;-) Klappt wunderbar.

Zuletzt möchte ich mich noch mal ganz doll bei allen, die mich gerettet haben, bedanken!

Die Entscheidung einen schwarzen, „ledierten“ Hund aus der Tötungsstation zu befreien ist euch bestimmt nicht leicht gefallen, aber ich bin mir sicher: es war die richtige!

Und so wie ihr mir geholfen habt, werdet ihr hoffentlich noch vielen anderen Hunden helfen können!

So, das wars erstmal von mir!

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Eure Jana