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Die ersten zwei Wochen mit Lucy waren der pure Stress. Wir sind am Anfang überhaupt nicht miteinander zu Recht gekommen, waren uns regelrecht unsymphatisch. Sie hat uns völlig ignoriert. Wir haben wirklich überlegt, sie wieder abzugeben und waren sehr unglücklich. Ich glaube sie auch.
Dann wurde es auf einmal von heute auf morgen besser und jetzt geben wir sie nicht mehr her. Auch wenn es zunächst nicht die große Liebe war, ist es das jetzt aber schon. Wir können uns nicht mehr vorstellen, dass wir sie am Anfang abgeben wollten. Unsere Geduld hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht.
Lucy hat sich gut eingewöhnt, aber macht noch unheimlich viel Unfug. Man kann ihr aber nicht lange böse sein. Sie ist schon fast stubenrein, nur manchmal geht noch was daneben.
Sie ist noch extrem ängstlich, hat z.B. Angst an Dingen oder Menschen vorbei zugehen und zuckt bei lauten Geräuschen zusammen.
Mit anderen Hunden macht sie aber gute Fortschritte. Am Anfang hat sie sich nur unterworfen, ist aber jetzt eine richtige Draufgängerin geworden und hat schon viele Hundbekanntschaften gemacht und auch schon zwei Hundefreunde gefunden.
Sie hatte auch schon eine Mini-Operation an den Augen, weil sie Bläschen unter dem inneren Augenlid hatte und die Augen deshalb immer geeitert haben. Jetzt geht es ihr aber wieder gut.
Sie ist unheimlich gewachsen, sie hat jetzt 64 cm Schulterhöhe, also doch nicht kniehoch, eher hüfthoch. Im Moment liegt sie neben mir und zerlegt einen Kauknochen. Ich habe versucht, sie zu fotografiere, leider hat sie gar keine Lust auf Fotos.

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Hallo Frau Bonk,

ich bin´s, Lucy. Nachdem mein Frauchen letztes Mal was geschrieben hat, wollte ich dir jetzt mal schreiben. Das letzte Mal war ich zu kaputt.

Im Moment liegt draußen bei uns dieses komische, kalte, weiße Zeug, das vom Himmel fällt. Das finde ich klasse. Ich werde dann immer ganz wild. Sarah oder Stefan müssen dann Bälle daraus machen und sie wegwerfen und ich hüpfe dann wie verrückt hinterher. Aber irgendwie finde ich die Bälle nie, die verschwinden immer einfach. Komisch!

Ich finde es hier richtig gut, hier gibt es ordentlich zu fressen, ich werde viel gestreichelt und die toben total viel mit mir. Ganz toll finde ich es, wenn Sarah mir die Krallen pflegt und die Ohren putzt. Dann lege ich mich wie ein Prinzessin auf ihren Schoß. Ich habe jetzt auch ein Hundebett, das ist so kuschelig. Und, stell dir vor: Die haben mir einen eigenen Garten geschenkt.

Nachmittags gehen wir immer aufs Feld, da treffe ich dann meistens meine Hunde-Mädels: Stella und Pauline. Die toben mich immer total müde. Manchmal nehmen wir den Nachbarshund mit aufs Feld, aber der ist schon fast 17 Jahre alt und kann nicht mehr gut sehen und hören. Ist mir aber egal, ich renn den trotzdem über den Haufen, auch wenn der nicht spielen will.

Manchmal habe ich aber auch noch große Angst. Dann zucke ich zusammen oder ziehe denn Schwanz ein und renn weg. Aber Meine Leute sagen dann, dass sie auf mich aufpassen und dass ich keine Angst haben brauch. Wenn ich schlafe jaule und belle ich manchmal sehr laut.

Letzte mal habe ich so getan als würde ich schlafen. Da habe ich gehört wie Stefan zu Sarah gesagt hat, dass ich richtig süss bin. Und dann haben sie gesagt, dass sie mich lieb haben, und ich für immer dort bleiben kann. Da war ich richtig froh.

Ich muss jetzt aufhören, ich muss mal kucken, ob mein Garten noch voll von dem weißen Zeug ist.

Deine Lucy