17.07.2016

Liebe Margarethe, Liebe Lucia

Gestern Morgen war es leider auch bei Dilla so weit. Sie hatte Donnerstag vor einer Woche eine Magenverschlingung. Dies hatte sie vor ziemlich genau einem Jahr schon mal, damals fuhren wir zu unserem jetzigen Tierarzt, der damalige war nicht erreichbar. Als wir dort ankamen, war der Spuk vorbei, sie hatte sich im Auto übergeben und alles war normal. Dieses Mal leider nicht, er hatte daraufhin die Verschlingung mit einer Magensonde wieder gerade richten können, eine Operation wäre aufgrund ihres (Alters-) Zustandes ohnehin nicht in Frage gekommen. Seitdem hatte sie aber nichts mehr gefressen, aufstehen wollte sie auch nicht mehr. Ich hatte sie ein paar Mal am Tag hinaus getragen, damit sie ihr Geschäft verrichten konnte. Dabei dauerte es schon einige Zeit, bis sie frei stehen konnte. Am Samstag konnten wir nicht mehr zusehen, wie sie dahin vegetierte und wir wollten ihr ein jämmerliches verhungern und verdursten (sie trank auch fast nichts mehr) ersparen und somit mussten wir sie erlösen. Sie erhielt ein starkes Schlafmittel, somit ist sie, mit einer kleinen Hilfe, von selbst eingeschlafen. Selber hatte sie es leider nicht geschafft, das Herz/Kreislaufsystem war noch zu stark. Aber wir hatten ihr es angesehen, dass sie nicht mehr wollte. Sie hatte ohnehin viel mit gemacht in ihrem Leben. Abgesehen von den 4 Jahren vor uns litt sie an zwei Augenkrankheiten, hatte Demenz und Knochenkrebs. Die letzte Woche hatte sie jedenfalls trotz des Eingriffs offensichtlich keine größeren Schmerzen, sie ist ganz ruhig dagelegen und hat auch ruhig geatmtet.

 

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Sie wurde knapp 14 Jahre alt, davon durften wir sie zehn bei uns beherbergen. Sie war so ein herzensguter Hund, immer bedacht, dass sie uns Freude machte. Anders als Valerie, die ihren Weg ging, wollte sie es uns, soweit es in ihren Möglichkeiten stand, immer recht machen. Sie war immer die Große, Brave, so wird sie auch immer in unserer Erinnerung bleiben. Inzwischen ist sie bereits auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke und spielt sicherlich bereits mit Valerie. Als sie noch jünger war, sind die beiden immer so gerne mitsammen gelaufen. Dann, älter, hatte sie schnell kapiert, dass sie nicht immer nachlaufen muss, sie hat einfach kurz gewartet, bis Valerie nach ihrer Runde wieder vorbeikommt und dann kann man sie ohne Anstrengung verkläffen….

Autofahren war eine ihrer größten Freuden, auch wenn es im letzten Jahr eigentlich nur mehr zum Tierarzt ging. Sie stieg so gerne ins Auto ein. Früher hatte sie auch gerne „gelesen“, wie auf dem einen Foto zu sehen ist. Sie hat sich auch so gerne ins Bett gelegt, wenn ich mal ein paar Tage nicht da war. Im Frühjahr und Sommer hatte sie auch gerne in der Sonne gelegen oder sich an einem schattigen Platz eine Grube zum Liegen gegraben.

Auch wenn neue Hunde kommen mögen, wir werden sie nie vergessen.

Mit traurigen Grüßen und bis bald

Elisabeth und Friedrich


14.12.2006

Hallo Margarethe

Ich hoffe, die Wirren der Übersiedlung sind nun überstanden?

Hier wieder ein kurzer Bericht, wie es Dilla mit uns geht:

Sie hat sich ganz gut eingelebt und ist Herrin über (fast) alle Sofas. Die roten Augen hat sie leider noch immer, die werden ihr vermutlich auch bleiben. Sie verträgt sich mit den Katzen sehr gut. Leider folgt sie nicht sehr, deshalb lassen wir sie auch im Garten noch nicht ohne Leine herumlaufen. Einmal ist sie sogar, als wir es versuchten, über das letzte Stück niedrigen Zaun gesprungen (inzwischen ist dies auch höher gebaut). Wir hatten großes Glück, dass nur ein Auto unterwegs war und der Fahrer aufgepasst hatte. Sie hatte absolut nicht auf mich gehört, ich konnte sie nur deswegen wieder einfangen, weil irgendwo etwas ganz Interresantes zum Schnuppern war und sie dort stehenblieb. Vielleicht könntest du für mich bei einem Jäger o.Ä. herausfinden, wie die Jäger ihre Hunde zurückholen, wenn sie die Jagd beenden. Ich freue mich schon, wenn sie soweit folgt, dass wir sie im Garten frei laufen lassen können, sie läuft ja so gerne.

Wir haben auch herausgefunden, dass sie fürchterliche Angst vor Schüssen hat. Einmal waren wir in der Stadt und wollten dem Schwiegervater bei einem Lauf zusehen. Als der Startschuß fiel, war sie fast nicht zu bändigen, so hat sie gezittert und wollte weg. Auch wenn beim Spazierengehen irgendwo ein Schuß weit weg entfernt fällt, ist an ein Arbeiten nicht mehr zu denken, da zieht sie nur mehr und will heim. Drinnen beruhigt sie sich dann schnell wieder. Zur Zeit fürchtet sie sich auch schon, wenn wir in den Wald gehen, weil in letzter Zeit dort öfters mal Schüsse zu hören waren (leider haben die Meuchelmörder Jagdsaison). Im Herbst ist soooo gerne in den Wald gegangen. Ich hoffe für sie, das legt sich mit der Zeit, damit sie wieder viel Spaß beim Spazieren hat.

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Hartfutter mag sie noch immer nicht, das muss ich unter das Nassfutter mischen. Sie ist auch sehr schnell mit dem Stehlen von Gegenständen wie Schuhe, Schals etc. Spielzeug dagegen, das ihr gehört, sieht sie fast nicht an. Kauknochen sind in Kürze zerlegt und gefressen, dafür mag sie Hundekuchen auch noch immer nicht. Überhaupt mag sie so gut wie keine Leckerlis, was das Arbeiten mit ihr natürlich schwer macht. Von Fremden nimmt sie jedoch alles gerne an, egal was. Sie knabbert überhaupt sehr gerne, an ihrem Korb, ihrer Decke, an Tischbeinen, ihren Beinen, an den Armen und Beinen meiner Frau etc.

So gut es auch mit den Katzen geht, die bei uns leben, so vehement will sie Fremdkatzen jagen, die herumstreunen. Besonders ein Kater hat es ihr angetan, den verbellt sie schon aus großer Entfernung. Rehe will sie auch jagen, von Hasen will ich gar nicht sprechen. Da hängt sie immer im Geschirr. Ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn eines dieser Tiere mal erwischt. Die sind ja viel größer als sie. Ein bißchen tolpatschig ist sie jedenfalls schon. Sie hat einmal in einem Mausloch gegraben und übersehen, dass die Maus geflüchtet ist und dabei wäre sie fast auf die Maus draufgestiegen und hat es nicht bemerkt......

Mit anderen Hunden würde sie auch gerne spielen, nur wollen die meistens nicht. Sie läuft wie wild herum etc. und die anderen stehen nur still da. Vielleicht wird das auch besser, wenn sie frei laufen kann. Sie fährt auch ganz gerne Auto, besonders wenn wir wegfahren, beim Zurückfahren will sie nicht so gern einsteigen. Irgendwie ist sie komplett auf mich fixiert. Da ist es relativ sinnlos, wenn wer anderer etwas zu ihr sagt, sie tut nur, was ich will. Bin ich nicht hier, ist es dasselbe mit meiner Frau. Die Schwiegereltern und die Tante betrachtet sie eher als ihr gleichgestellt.

Auf alle Fälle hat sie jeder hier ins Herz geschlossen.

Ich sende dir auch ein paar Bilder, verteilt auf ein paar mails, denn ich weiß nicht, ob du große mails problemlos empfangen kannst.

Liebe Grüße aus Österreich

Elisabeth & Friedrich


01.08.2006

Hallo Margarethe

Gestern abend ist Dilla wohlbehalten angekommen. Die Welpen haben wir über Nacht bei uns behalten, die habe ich heute vormittag zur Frau Potzmann gebracht, sind ebenfalls gut angekommen.
Bei dieser Gelegenheit habe ich Dilla gleich bei unserer Tierärztin vorgestellt.

Das mit der Hütte war nicht so gedacht, dass wir sie aussperren wollen, ich dachte nur, dass, wenn wir im Garten sind, sie etwas zum Liegen hat, weil sie ja bei dir auch in einer Box gelegen ist. Vorläufig geht das sowieso nicht, weil wir sie erstmal an alles gewöhnen müssen und draußen erst frei laufen lassen, wenn sie folgt, sonst wäre es uns zu gefährlich. Von meiner Schwester habe ich eine Grundausstattung mit 2 Körbchen, Laufleine, Futternäpfen etc. bekommen, weil diese Dinge bei ihr "übrig geblieben" sind (ihr Schäferhund wurde vor Kurzem eingeschläfert).

Momentan ist sie etwas müde und ruht sich aus (siehe Bild). Die letzte Nacht, ihre erste im neuen zuhause, war sie mehr unterwegs als dass sie geschlafen hat. Durch den Stress war sie auch ein bißchen unrein, aber das legt sich sicher. Viele liebe Grüße aus Österreich, ich werde, falls es für dich in Ordnung ist, ab und zu etwas von Dilla und uns hören (lesen) lassen.

Friedrich und Elisabeth