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23.06.2009

Happy End mit Bella und Mocca 2008/2009                     

Februar 2008: Wir hatten ein paar traurige Wochen hinter uns: Valentina, unsere Podencohündin aus La Palma, ist, nachdem sie 14 Jahre bei uns war, an Krebs gestorben. Auch sie kam mit ca. 1-2 Jahren „aus dem Tierschutz“. Insbesondere durch die „Podenca“ Valentina haben wir die Podencos mit ihrem einzigartigen Charakter kennen- und überaus lieben gelernt.

Durch eine sehr engagierte und unglaublich nette Familie der Podencohilfe Lanzarote fanden wir Bella die aus einer Tötungsstation kam, und das dort erlebte Grauen als eine gewaltige Last mitbrachte. Wenn sie auch schon einige Wochen bei einer wunderbaren Pflegefamilie untergebracht war – die Last war immer noch mit ihr. Wahrscheinlich wurde diese alte Last wieder geweckt und vertieft durch diesen neuerlichen Schock des Abschieds! Oft lief sie stundenlang hin und her: vom Zimmer, in dem ihr Körbchen stand in den Flur und zurück – ohne erkennbare Absicht (etwa Kontrolle, wer da wohl kommt) war es eine reine Monotonie, wenn auch höchst angespannt, denn sie war immer noch hochsensibel schreckhaft. Ruhe fand sie in den ersten Wochen keine Sekunde: wer konnte ihr klarmachen, dass hier alles in Ordnung ist, dass sie hier für immer bleiben darf, und dass sie vollkommen beschützt ist?

Ihre besondere, natürlich auch auf Positives gerichtete Sensibilität (zwar podencotypisch, aber bei ihr noch einige Grade stärker ausgeprägt) zeigt folgender Vorfall schon in den ersten Minuten unseres Kennenlernens: wir hatten für sie eine spezielles Körbchen zurechtgemacht – weich, mit erhöhten Seitenwänden zum „Schutz“ – und das zunächst mal im ersten Stock abgestellt. Als sie mit ihrer Pflegefamilie eintraf (umringt von einer 5-köpfigen, fröhlichen Hundemeute) zog es sie sofort in den ersten Stock, um den Korb jetzt und für allezeit zu beziehen. Es war für alle Beteiligten – Menschen wie Hunden – sofort klar und selbstverständlich: das ist und bleibt Bellas Korb. Etwaige Anfechtungen hat sie mit verhaltenem Knurren im Keim erstickt. Es braucht wohl nicht erwähnt zu werden, dass das bis heute so ist. 

Februar 2009: Doch auch Bella sollte nicht alleine bleiben. Mocca, ein Podencomädchen von Lanzarote zog bei uns ein mit all diesen problematischen Verhaltensweisen, die Bella anfangs hatte; zusätzlich ist sie aus panischer Angst besonders nachts manchmal aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlt – etwa wenn man das Zimmer betritt, in dem sie schläft. Männer scheinen ihr besondere Angst einzujagen, das war auch bei Bella so.

Aber immerhin hat sie sich schon etwas unserem Rudel angeschlossen, und wir sind ganz sicher, dass Mocca – hier hilft nur die pure und fast endlose „immer-wieder“ und „trotzdem“ – Geduld - es schafft, sich schließlich ganz zu entspannen. Sie wird es auch besonders mit der Hilfe von Bella schaffen, denn – und das ist wundervoll zu beobachten – es hat sich ganz unerwartet eine tiefe Freundschaft zwischen Bella und Mocca entwickelt. Sie liegen zusammen auf dem Sofa, oft schmiegen sie sich dabei aneinander – Mocca orientiert sich ganz an Bella, läuft ihr nach, nimmt ihre (Tisch-)Manieren an und verhält sich überhaupt ganz ähnlich.

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Und Bella sieht seitdem so aus, als könne sie ein (vielleicht glückliches, vielleicht stolzes, vielleicht beides) Lächeln nicht verbergen!

Danke an alle, die mitgeholfen haben, dass diese zwei wunderbaren Wesen zu uns kommen durften!!!

Mit herzlichen Grüßen

Ulrike, Manfred und Johannes mit Bella und Mocca