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17.12.2013

Hallo liebe Podencohilfe,

Es ist schon ewig her, dass ich mich endlich mal melden wollte.

Wir sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen zusammen, und ich möchte sie nicht missen. 

Emma ist allerdings sehr protektiv und verteidigt mich auch dann, wenn es nicht nötig wäre. Ich glaube, sie tut es aus Angst - und ich habe auch schon einige Hundetrainer konsultiert deswegen. Sie ist ein wunderbarer Hund und eine echte Schönheit :-) im Anhang einige Fotos!

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Zurzeit sind wir gerade zusammen in Schottland unterwegs!

Mit ganz herzlichen Grüssen,

Anja


08.05.2009

Sehr geehrte Frau Schwarze,                                          

...schon ein ganzes Jahr ist’s her, seit ich Emma zum ersten Mal getroffen habe! Ja, ich hielt schon seit einem Weilchen mehr oder weniger bewusst Ausschau nach einem Vierbeiner. Wo immer ich in der Stadt jemanden mit Hund sah, musste ich hin, ich konnte einfach nicht anders. Und ich vermisste meinen Dalmatiner, den ich zuvor gehabt hatte.

Da Bice eine Bekannte von mir ist, besuchte ich immer wieder mal die Podenco-Website und hatte auch das eine oder andere Mal schon fast ein Herz gefasst – aber dann war der betreffende Hund schon weg. Eines Tages meinte Bice zu mir: Ich hätte da noch einen Hund, der bereits in der Schweiz bei einer Pflegestelle ist, du kannst sie jederzeit besuchen! Das tat ich also und traf mich mit Sibylle und ihren Hunden auf der grossen Allmend. Emma war total anders als der dicke Hund, den ich auf dem Foto gesehen hatte: Sie war muskulös, agil, wunderschön zu betrachten beim Spielen mit den anderen. Und sie hörte sehr gut auf ihre Pflegemutter Sybille. Nun, es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, und nur mein Kopf warnte mich noch davor, sie sofort mitzunehmen. Ich vereinbarte ein Wochenende, an dem ich Emma zu mir nehmen durfte, um zu sehen, wie es gehen würde. Danach gab es eine weitere wichtige Hürde zu nehmen: ...würde ich Emma mit ins Büro nehmen können? Auch dort gab es einen Probetag. Der verlief wunderbar glatt, bis auf Emmas konstantes Furzen...

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Mit den Monaten schien sich das Knurren zu verstärken. Nun bellte sie, wenn jemand auf mich zukam, sprang vorwärts, der vermeintlichen Bedrohung entgegen, allerdings immer mit eingezogenem Schwanz... und mein Umfeld wurde ängstlicher und war nicht mehr eben begeistert, wenn ich meinen Hund dabeihatte. Meine Sorge wuchs. Ich wollte auf keinen Fall, dass sich Emma zu einem Angstbeisser entwickeln würde. Gleichzeitig merkte ich, dass ich mit einem klaren „Nein“ zu keinem Resultat kam.

Ich fragte nach Rat, wo ich konnte, las, aber schien auf keinen grünen Zweig zu kommen. Bis mir eine Hundtrainerin den Rat gab, es mit einem kleinen Spritzer Wasser ins Gesicht zu versuchen. Und schon nach dem ersten Mal zeigte die Überraschungs-Dusche sofortige Wirkung! Mittlerweile reicht es, wenn ich Emma das kleine grüne Fläschen zeige, und sie hört sofort auf. – Eine echte Erlösung, wieder im Kaffee eine Bestellung aufgeben zu können, ohne dass die Bedienung eine Herzbaracke erleidet! J

Es ist nicht ganz einfach, bei einem Hund mit unbekannter Vergangenheit den richtigen Ton zu finden. Ich versuche einfach, mit viel Geduld und Aufmerksamkeit auf ihre Beschwichtigungssignale zu achten, und sie nicht zu überfordern. Je selbstbewusster und unabhängiger sie jetzt wird, desto weiter ist auch ihr Radius. Als Pointer-Mix steckt doch auch noch einiges an Jagdinstinkt in ihr, von dem ich anfangs ausser bei Katzen nicht viel bemerkt hatte. Inzwischen – und vor allem seit ein paar Hetzjagden auf wilde Kaninchen in den schottischen Highlands! – muss ich da ein strengeres Auge darauf halten. Aber ich bin mir sicher, mit etwas Arbeit werden wir auch das in den Griff bekommen.

Emma ist eine grosse Freude und Bereicherung in meinem Leben, und ich möchte sie um keinen Preis wieder hergeben. Ihr Charakter und ihr Wesen ist mir sehr ans Herz gewachsen, und ich fühle mich ganz „amputiert“, wenn sie nicht um mich herum ist. Ich würde mich freuen, bei Gelegenheit vielleicht noch ein paar Details von ihnen zu erfahren, was ihre Vergangenheit angeht. Das heisst, falls sie überhaupt Informationen haben...! Und natürlich wünsche ich ihnen nur das Beste für ihre Auffangstelle, und dass sie noch viele andere Hunde und Menschen glücklich machen werden.

Mit den besten Wünschen,

Anja und Emma

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