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Hallo Frau Bonk,
nun wohne ich schon seit fast 5 Monaten im Saarland. Ich habe mich mittlerweile sehr gut eingelebt und mit meinem neuen Freund "Filio" verstehe ich mich super! (ich möchte am liebsten in Filio hinein krabbeln)
Nun ein kleiner Einblick wie es mir bisher ergangen ist:
In den ersten Tagen war ich leider nicht stubenrein aber mein Frauchen hatte nicht mit mir geschimpft, da war ich sehr froh darüber weil ich ja eh schon soviel Angst hatte. Die versuchten alles damit sie mich "sauber" bekamen, doch es half alles nichts und mein Frauchen bemerkte das ich mich von Anfang an schief hinsetzte anstatt gerade. Da beschloss sie, mit mir in die Tierklinik nach Birkenfeld zu fahren wo eine sehr liebe Tierärztin( hat ebenfalls einen Hund aus Spanien und dadurch wusste sie genau wie sie mit mir umzugehen hatte) heraus fand, dass ich eine geleeartige Masse aus Uratkristallen in der Blase hatte, diese Kristalle hatten fast meine komplette Blase eingenommen wodurch ich den Urin nicht lange halten konnte. Die Ärztin und mein Frauchen hatten dann beschlossen, mich in eine leichte Narkose zu legen um mir die Blase mehrmals zu spülen denn ihr müsst wissen, ich hatte dadurch richtige Schmerzen. Von dieser Stunde an waren meine Schmerzen verschwunden, ich hatte seither nie wieder in die Wohnung gemacht! Ich musste zwar noch eine sehr lange Zeit Antibiotikum und andere Medikamente nehmen und ich bekam auch ein Spezialfutter. Da meine Blutwerte wegen dieser Geschichte nicht stimmten und meine Familie den Verdacht auf Mittelmeerkrankheiten aus der Welt räumen wollten, testeten sie mich. Und sieh an, es war alles in Ordnung! An einem Tag fuhr Frauchen das erste mal alleine mit mir im Auto weg (ohne Filio) und da habe ich jämmerlich geheult und nach einiger Zeit hielten wir an. Ich dachte wo geht sie jetzt mit mir hin denn auf einmal waren da so viele Hunde, es war der Hundeplatz. Mir hatte es trotz dieser Aufregung sehr gut dort gefallen auch wenn ich Sitz, Platz usw. machen musste. Aber mit dem richtigen Leckerchen klappte das schon. Ein großes Problem war immer noch die Trennung von Herrchen und Frauchen (vor allem von ihr) das kann ich euch sagen! Am liebsten würde ich immer mit ihr überall hin gehen um bei ihr zu sein aber mein Frauchen erklärte mir, dass das nicht immer klappen würden. Da ich das Alleinsein nicht überwinden konnte, zerlegte ich mal kurzer Hand das Sofa, den Sessel und holte die Gardinen runter etc. und ich sammelte alle Sachen von Herrchen und Frauchen zusammen und zerrte sie in mein Körbchen. Meine Familie fand, dass das so nicht weitergehen konnte und ging mit mir zu einer Verhaltenstherapeutin, diese erstellte speziell für mich einen Trainingsplan nachdem wir zu Hause und bei der Therapeutin üben mussten. Nach einiger Zeit klappte es immer besser. Mittlerweile heule ich nur noch etwas wenn ich ganz alleine ohne Filio daheim bleiben muss. Aber wir arbeiten daran weiter! Übrigens lernte ich sehr schnell den Grundgehorsam und so darf ich ab sofort ohne Leine mit Filio auf der Wiese toben. Das macht richtig Spaß!! Meine Familie sagt, dass sie sehr froh mit mir ist und das sie mich für nichts auf der Welt mehr hergeben würden. Was sagt ihr dazu, klasse oder? Mein neuer Freund, meine Familie und ich sind nun unzertrennlich! Jetzt weiß ich endlich wo ich hin gehöre, muß nie wieder leiden und weg von dem was ich liebe!
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