Der wunderschöne Delko-ungeliebt in einer Hundepension auf Lanzarote einfach zurückgelassen - der Weg in die Tötungsstation war ihm sicher ....... doch das Schicksal meinte es gut mit ihm !!!

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23.12.2010

Buenos Dias, Frau Schwarze und ihrem gesamten Team

Die Bilder von mir habe ich mit Selbstauslöser gemacht und habe dabei mal wieder Blut und Wasser geschwitzt, denn mein Zweibein lief aufgeregt durch die Wohnung und suchte seine Digitalkamera.

Ja, hin und wieder brauche ich diesen Kick, diesen Adrenalinstoß unter meinem Fell. Ich wirke zwar auf den ersten Blick ruhig und friedlich, aber das täuscht, denn in mir kocht hin und wieder ein Vulkan.Bei den Bildern unter dem Weihnachtsbaum habe ich die Bettel- und Erwartungspose eigenommen, nach der fast immer ein Leckerchen folgt. Das kann man, das muß ich Ihnen im Vertrauen sagen, gar nicht oft genug üben!

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Im Schnee, das werden Sie unzweifelhaft erkennen, fühle ich mich pudelwohl – Entschuldigung, wollte sagen samojedenwohl.

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Aber was glauben Sie, was es mich für eine Mühe gekostet hat, die Leine selbst an- und wieder abzumachen, und dann das Gehetze vor der Kamera!

Ganz in unserer Nähe gibt es einen Kindergarten. Die Kleinen sind immer ganz wild darauf, mich zu streicheln. „Ooooh, was ist der kuschelig –ist der süüüüß!“, höre ich dann immer wieder und meine weiße Rute rotiert wie ein Propeller.

Auf die Frage, was denn das für ein Hund sei, hat mein Zweibein bei diesem Wintereinbruch gesagt, „das ist eine ganz besondere Schneeflocke, die Frau Holle beim Bettenmachen auf die Erde geschüttelt hat. Hier unten ist sie dann zu diesem ganz besonderen Hund geworden.“

Sie glauben gar nicht, Frau Schwarze, wie mir da vor Freude meine Herzspitze gejuckt hat.

Ja, und dieses angenehme Herzjucken habe ich öfter, seitdem ich nun schon so lange in dieser Familie das Regiment übernommen habe. Mein Zweibein meint zwar, es sei eher umgekehrt, aber als hochintelligenter Hund lasse ich ihn natürlich in diesem Glauben.

In diesem Sinne,

ein schönes Weihnachtsfest mit ein paar dicken Wiener Würstchen.

ihr Delko


20.12.2009

Hallo, meine Damen, einen schönen guten Tag !                              

Über ihre Weihnachtsgrüße aus Lanzarote habe ich mich sehr gefreut.

Danke der Nachfrage, mir geht es tierisch gut. Über die Verpflegung kann ich mich echt nicht beklagen. Ich sage nur eins: „Lecker und regelmäßig“, wenn Sie wissen, was ich meine. Außerdem geht’s jeden Tag geht’s raus in die freie Natur.

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Dann stülpt sich mein Alpha ein rundes Ding auf den Kopf und verhüllt seinen Oberkörper mitsamt den Armen in ein merkwürdiges Stoffgewebe. Die Haarlosen nennen das erstere Mütze, das zweite Jacke. Nun ja, diese Weißhäutigen haben ja kein Fell, die paar Haare, die hier und da aus ihrer Haut sprießen, sind ja geradezu lachhaft.

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Doch kommen wir zum Thema zurück. Wenn ich mein Zweibein nach seinen merkwürdigen Reliquien greifen sehe, renne ich freudig erregt zur Tür, denn unter könnte sich ja mein liebster Feind herumtreiben, eine schwarze Katze mit der fixen Idee, dass die internationale Konvention der UNO für Tierrechte auch für sie zutreffe.

Leider bin ich in solchen Momenten immer an der Leine. Ziehen nützt gar nichts, denn mein Alpha passt gewaltig auf.

Aber in der Natur auf freiem Feld ist die Katze schnell vergessen. Ich stecke meine schwarze Schnüffelnase überall rein, in Erdlöcher, ins Gras, Pflanzen und Büsche. Wenn Sie wüssten, was ich da für Gerüche aufnehmen und Spuren rekapitulieren kann. Das ist das reinste Detektivspiel. Alpha kriegt mit seinem unterentwickelten Riechorgan gar nichts davon mit. Aber eins muss ich ihm zugute halten! Anderen Spaziergängern erklärt er immer, dass mein Herumschnüffeln für mich genau so interessant und spannend sei, als wenn er einen Krimi oder gutes Buch lese.

Vor ein paar Wochen noch habe ich aus reinem Übermut alle Hunde, die mir entgegenkamen, angebellt.

Dem „ohne Fell“ schien das aber nicht zu passen, und er versuchte, mir mit ernsten Worten ins Gewissen zu reden. Irgendwann habe ich mir das Bellen jaulend und knurrend verkniffen, aber glauben Sie bloß nicht, dass mir das leichtgefallen ist. Auf jeden Fall fummelte der Haarlose aus seiner Warmhalte-Reliquie ein Leckerchen als Belohnung. Das habe ich natürlich schnell kapiert und dank meiner Mitarbeit brauchte mein Zweibein nicht immer „Aus!!“ und „Fuß“ zu rufen.

Aber keine Wurst ohne Pelle, oder wie das heißt

Da gibt es noch einen Jagdhund namens Ike. Immer, wenn mir diese Katastrophe auf vier Beinen entgegenkommt, und das passiert fast täglich, kann ich mich nicht mehr beherrschen. Ike rackert sich ab, um seinem Alpha den rechten Arm auszureißen und versucht mein Bellen zu übertönen…gelingt ihm natürlich nicht – was denken Sie!

In dieser Situation entscheide ich mich stets dazu, die Kommandos meines Zweibeins zu überhören. Schließlich braucht man auch als Hund ein gewisses Maß an Ermessensspielraum und individueller Entscheidungsfreiheit…oder?

Mein Alpha hat mich in den letzten Tagen ein paarmal abgelichtet, ich kam mir schon vor wie ein Fotomodell.

Auf einem liege ich echt in Pose auf dem Rücken.

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Die anderen sind kürzlich bei der täglichen Wanderung entstanden, und die letzten mit geschmücktem Weihnachtsbaum und Schnee erst gestern. Draußen im Schnee bin ich ja so gut wie unsichtbar und kann bestimmt noch ein paar tolle Streiche aushecken.

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Wie dem auch sei, ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnacht und ein gesundes neues Jahr.

Ihr Delko


D E L K O
Die Dunkelheit herrschte, es war tiefste Nacht,
als Frau Bonk und ihr Mann mich nach Dortmund gebracht,
ich kam mit dem Flugzeug und nicht per Pfote
von den fernen Kanaren aus Lanzarote,
sechs Stunden hab ich in der Kiste gesessen,
nichts gab es zu Saufen und auch nichts zu Fressen,
 ich kenn’ selbst aus Spanien noch bessere Töne
als im Frachtraum das ständige Düsengedröhne,
 es knurrte mein Magen, es plagte mich Durst,
ich träumte von Wasser und knackiger Wurst,
endlich wurde ich aus dieser Kiste befreit,
ich muss Ihnen sagen, „Es wurde auch Zeit.“,
„Alles Gute“, so sagt man ja, „kommt stets von oben“,
doch unten hab’ ich erst mal ’s Beinchen gehoben,
und der Ordnung halber ich gleich noch erwähne,
Wasser gab’s und auch was zwischen die Zähne
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Ich war froh, dass ich dieser Insel entronnen,
habe hier meine Freiheit zurückgewonnen,
denn es wartete auf mich die Todesstation,
 ich dachte voll Angst, ich komm’ nicht mehr davon,
doch es gibt eine Fügung, das will ich wohl meinen,
überzeugt bin ich davon als Hund mit vier Beinen,
ein Samojede, er träumte und sehnte sich
nach Geborgenheit, Liebe – ja, und das war ich,
Frau Bonk sie vermittelte, sie war echt  nett,
und angeklickt wurd’ ich im Internet,
in Deutschland dem Ehepaar, ich will’s erwähnen
glänzten im Auge die Freudentränen,
aber schweigen Sie bitte, ich bin sonst diskret,
nur diesmal nicht, weil’s um die Zukunft mir geht,
ich behalte Geheimnisse, und ich kann schweigen,
das Bellen ist mir sowieso mehr zu eigen.

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Ich fragte mich nun, was die Zukunft mir bringt
Und verließ mich dabei nur auf meinen Instinkt,
das Zweibein, so schien es, ich fand’s ideal
war emotional überwältigt total
trotz Dunkelheit hat sich, weil mir das gefällt,
meine Hundeseele vor Freude erhellt,
und spät in der Nacht dieser langen Wege
da schnarchte ich wie eine Holzfällersäge.

 

Ich hab’ meinen Augen kaum getraut,
als ich morgens die Gegend mir angeschaut,
ich war vor Begeisterung ganz weg und hin,
es duftete alles nach frischem Grün,
konnte ins Gras meine Nase reinstecken
und ganz neue Düfte für mich entdecken.
Ich zieh an der Leine so fest wie ich kann
Und bell’ auch schon mal and’re Hunde an,
„Aus!“, ruft mein Zweibein, „ich will nichts mehr hören!“,
doch glauben Sie ernsthaft, ich lasse mich stören?
Die Welt ist verdreht und doch ziemlich verkehrt,
in Spanien war ich keinen Pfifferling wert,
einen tief philosophischen Aspekt
hat diese Erkenntnis in mir erweckt
denn hier kann  mit Herrchen spazieren ich geh’n,
und sehr viele sagen, „ist dieser Hund schön!“
„Kleiner Eisbär „ und „Schneeflocke „ sagt man zu mir,
   bestaunt und bewundert werde ich hier,
mit Schalk im Blick um nach Effekten zu haschen,
fragen mancher „Ist der mit Perwoll  gewaschen?“
doch mein Mensch dann mir todernster Mine doziert,
„dieses Fell sich von selber regeneriert“,
und stolzgeschwellt hebt sich des Zweibeines Brust,
ach, ist das Leben hier eine Lust!

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Ich hör’ auf Kommando, das fällt mir nicht schwer,
je nach Laune, mal mehr und mal weniger,
schließlich bin ich dem Halbstarkenalter entwachsen,
bin ein Twen und mach nur noch niveauvolle Faxen.
Hunde kannte ich, die ihre Knochen verbuddeln,
doch ich lass am liebsten von Herrchen mich knuddeln,
streck’ alle Vier von mir und lieg auf dem Rücken,
lass mich Kraulen als Schmusetier mit viel Entzücken,
Frau Bonk und Frau Schwarze, glauben Sie mir,
mein Mensch ist total begeistert von mir,
ich kann nämlich nicht nur bei Hitze hecheln,
nein, ich kann mit offener Schnauze lächeln,
ein Ohr leg’ ich an, das and’re bleibt stehen,
das ist offenbar ganz ulkig anzusehen,
ich setze ganz fix ein paar Tricks gezielt ein,
und niemand kann mir dann  mehr böse noch sein,
um Mama und Papa noch mehr zu erheitern,
bin ich stets dabei, das Programm zu erweitern

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Mittlerweile fühl’ ich mich entspannt und recht munter
und schling’ auch mein Fressen mit Hast nicht mehr runter,
ich schnapp auch nach Leckerchen nicht mehr mit Gier,
sonst hätte mein Papa statt fünf Finger vier,
liebend gern steh’ ich auch  ich in der Küche am Herd,
Mama’s Gaben sind mir  unermesslich viel wert.
Ich häng’ an den Beiden mit Treue und Liebe,
ach, wenn es doch immer und ewig so bliebe,
jedoch diese Sorge mein Zweibein mir nimmt,
 er sagt  mir, „Wir sind füreinander bestimmt“,
gut hat es das Schicksal mit mir gemeint,
eine höhere Fügung, die hat uns vereint.
Delko                                              25.Juli  anno Domini 200
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