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Montag, 07.02.2011
Grüße und Infos von Lasko und Bubbi
(E)Lasko, bei uns seit 2009; (Balko, genannt) Bubbi, bei uns seit 2010

Ein Hallo aus Vreden
Heute melde ich mich mal wieder zu Wort, um über unsere Burschen zu berichten.
Es gibt sicherlich sooooo viel zu erzählen. Ich versuche, mich auf das Wesentliche zu beschränken, kann aber noch nicht sagen, wie lang das werden wird. ? Momentan (und klopf auf Holz - *toitoi*) geht es beiden gut.
Zu sehen an den beigefügten Fotos, die allesamt am Wochenende gemacht wurden.
Das war in den letzten Wochen leider nicht immer so.
Ich hatte ja schon berichtet, dass unser "Haudegen" nach seinen absolut vorbildlichen ersten Wochen bei uns von einem Tag auf den anderen offensichtlich wohl in die extrem pubertäre Phase kam. Seinen wunderschönen Zähnen ist einiges zum Opfer gefallen...
... sprichwörtlich auch einige unserer Nerven :-)...
... aber das war ja nun nicht alles.
Ich habe Dietmar mehrmals gefragt, ob Meta damals auch so extrem war und ich mich einfach nicht mehr erinnern kann - oder aber ob ich zwischenzeitlich einfach nur zu alt bin *grins*.
Zur Antwort auf meine Fragen bekam ich "nein" und "nein". - Oookay.
Der "kleine Herr" meinte, plötzlich "schon sooo groß" zu sein und ja auch "alles allein zu können", aber eben nur nach seinem Kopf. Augen und Ohren zu - und dann ab dafür.
Kommandos habe ich zwar schon mal gehört, aber die gelten ab sofort nicht mehr für mich, über Zäune kann ich springen und und und.
Also in einer Konsequenz dann wieder regelmäßig Geschirr und (Schlepp-)Leine und ab und an fast verzweifelte 2-Beiner, die sich damit "trösteten", dass diese Zeit vorbei gehen wird (und dass es auch anderen so geht, wie sowohl andere Hundehalter als auch Trainer berichteten...). Es hätte ja auch alles noch relativ harmlos sein können, wenn es da nicht diese eine bekannte und alles verändernde unschöne Millisekunde gäbe, die man sich nicht unbedingt wünscht.
An einem Morgen im November kam wirklich alles an unglücklichen Umständen zusammen, was es so "geben" kann... - ... ich bekomme es alles garnicht mehr zusammen. Frauchen für einen Moment abgelenkt...
... Bubbi auch - aber von anderer Seite - macht sich auf und davon (Ohren auf Durchzug) auf dem Weg zum großen Test, wie viele Schutzengel er denn wohl so hat und ob man mit ihnen obendrein auch noch pokern kann oder wie auch immer ich es nennen soll. Ende vom Lied: Ich durfte machtlos dabei "zusehen", wie der Kleine einfach mal eben so vor einen LKW "baselt".
Mein Herz ist mir stehen geblieben (alles andere wage ich nicht zu berichten, die Bilder in meinem Kopf reichen, haben mich nachts schon mehrmals wieder eingeholt und bleiben wohl auch, was es mir heute nicht immer leicht macht *seufz*).
Der Tierarzt war mit mir einer Meinung: Der Lütte hatte mindestens(!!!) 10.000 Schutzengel, ohne allerdings zu wissen, wie viele davon nun "verbraucht" sind. - Genau das haben wir ihm anschließend auch "gepredigt", sprich, dass er sich künftig also vorsehen soll, was seine "Schutzis" so anbelangt.
Er hatte Gott sei Dank keine inneren Verletzungen, keine Brüche; "lediglich" Prellungen, Schwellungen, ein paar kleine Wunden, aber auch einen Lungenriss. Er hat sich den ganzen Tag "weggepackt" (Lasko und ich haben an seiner Seite ausgehaart) und hat sich quasi gesund "geschlafen".
Abends hat er (mit einem - wenn auch positiv - wieder fassungslosen Frauchen) wieder mit Appetit gefressen, ist wieder aufgestanden und ist auch wieder (wenn auch vorsichtig und auf zunächst drei Beinen) rausgegangen etc. Der Riss hatte sich (Gott sei Dank!!!) wieder verklebt, also Entwarnung.
Und der Kleine könnte fast "spanischer Vegetarier" sein *grins*. Die Medizin, die wir ihm verabreichen mussten, hat er in Banane verpackt gieriger genommen als in Leberwurst verpackt :-)
Alles wurde von Tag zu Tag besser. Wir (inklusive Tierarzt) waren alle überrascht davon, wie schnell er sich "berappelt" hat...
... und wie zügig er auch wieder "Wildsau" spielen konnte, sprich mit Lasko durch den Garten toben, mit den Jungs Fußball spielen etc.
Unfassbar, aber wunderbar!
Seit Anfang des Jahres scheint diese extreme "Flegelphase" nun auch langsam (und hoffentlich) dem Ende zuzugehen (*toi toi*). Mal abgesehen davon, dass er Respekt vor Fahrzeugen mit 4 Rädern hat (hoffentlich bleibt es dabei) und auch deutlich mehr Respekt vor anderen Situationen...
... kann bzw. will er sich tatsächlich auch erinnern, dass es rund um ihn herum auch noch etwas (auch zu beachten) gibt und auch, dass er Kommandos schon mal gehört hat...
... er schaltet das Gehirn nicht mehr ab, er arbeitet mit...
... und kann Kommandos auch wieder befolgen anstatt sie zu ignorieren.
Seit dem 10. Januar sind wir nun wieder im Training.
Wir sind mit allen Grundkommandos wieder angefangen und er ist deutlich konzentrierter bei der Sache, lässt sich jetzt auch wieder mit "Komm" und Pfiff zurückholen...
... so gut, dass ich es (wenn auch mit gewaltig klopfendem Herzen) wieder gewagt habe, meine Angst beiseite zu schieben, ihm das Vertrauen zu geben und ihn zwar im Geschirr aber unangeleint mit zur Pferde-Stall-Arbeit zu nehmen...
... es klappt (KLOPF AUF HOLZ!!!).
Bubbi im Team mit dem Pferd werden dann die Übungen sein, wenn alles andere 300pro sitzt und es abends wieder länger hell ist, so dass wir draußen am Voltipferd und nachher am bzw. mit dem echten Pferd trainieren können.
Nun die Neuigkeiten vom Großen.
Der Kleine quasi genesen, da meinte wohl unser Lasko, dass es endlich an der Zeit wäre, nun deutlich mehr an Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen. Ich musste schon wieder die Luft anhalten.
Zusätzlich zum großen Geschäft Blut im Schnee.
Aber auch da dann Gott sei Dank Entwarnung: Es war "nur" ein Aftergeschwür. Und ich sag: Auch das ist nun (hoffentlich endgültig) durch-/ausgestanden (KLOPF AUF HOLZ!!!)
Es ist schon erstaunlich, wie "unwohl" unserem Lasko eigentlich immer wieder ist, wenn er sich vor der Tür des Tierarztes wiederfindet...
... wie sehr er uns aber vertraut...
... und alles immer absolut geduldig über sich ergehen lässt und anschließend froh wieder mit uns nach Hause fährt.
Ich befürchte, dass das mit seinen Ohren (wie "angedroht") chronisch ist. Es geht wieder los. Zwar nicht gewaltig - und mittlerweile erkenne ich gut die kleinsten Anzeichen. Und das Zeug, was er zuletzt bekommen hat, schlägt bei ihm innerhalb kurzer Zeit echt gut an. Wir werden auch das weiterhin "meistern".
Ansonsten ist Lasko mit seinem Job als "grunzende Knutschkugel" eigentlich rundum zufrieden.
Viel mehr will er einfach nicht :-)
Es scheint (und so wird es womöglich wohl auch sein), als habe er dieses erst ab seiner Zeit bei Frau Schwarze überhaupt kennen gelernt...
... und auch, als wenn er für den Rest seines Hundelebens nichts anderes will, als "Kuscheleinheiten" in sich "aufzusaugen" (natürlich auch "Toben" mit dem Kleinen, mal ein wenig Radfahren, mal mit raus zu den Pferden und so, aber so ein richtiges "Arbeitstier" ist er einfach nicht).
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(Die zwei bei ihrem täglichen Ritual: „Toben“ durch den Garten, sofern er noch einer bleiben sollte *grins*)
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An kälteren Tagen zieht er es auch schon mal vor, auf dem Weg zum Stalldienst bei meinen Eltern vorbei doch die Zeit bei ihnen quasi "vor'm Ofen" zu verbringen (wissend, dass ich ihn anschließend wieder mit nach Hause nehme) und Bubbi und mich dann allein laufen zu lassen :-)
Und dann soll es auch einfach dabei bleiben...
Und wenn ich mir Laskos alte Narben so ansehe, dann frag ich mich immer wieder, was auch dieser Hund in seiner Vergangenheit erlebt hat, dass diese sichtbaren Narben geblieben sind...
... aber ich glaube, ich möchte es gar nicht wirklich so genau wissen...
... wir sind einfach nur froh, dass er - und nun auch der Kleine - bei uns sind...
... egal, was war, dass es nun heute eben nicht mehr so ist - das reicht.
Der "Kleine" ist auch garnicht mehr wirklich klein. Es fehlt nicht mehr viel bis zur Lasko-Größe. Er hat jetzt so knapp unter 60 cm Schulterhöhe (so gut ich eben halt messen konnte, weil mit Zollstöcken kann man ja spielen, warum sollten sie auch andere Funktionen haben?). Aber gewichtstechnisch hat er so ungefähr die Hälfte...
Lasko und Bubbi verstehen sich prächtig. Natürlich "prügeln" sie sich mal zwischendurch wie richtige Jungs...
.. aber sie hängen richtig aneinander...
... und wir an ihnen.
Dank noch mal an Frau Schwarze, dass sie den "Kleinen" für uns unter ihre fürsorglichen Fittiche genommen hat und an Angelika, dass sie uns Mut für diese "Jungs-Anpaarung" gemacht hat (an alle Helferlein rundherum, ohne jeden nun einzeln namentlich zu erwähnen) - es war alles absolut richtig.
Auch an dieser Stelle noch einmal mein persönliches Fazit:
Ich würde es jederzeit wieder tun - und ich kann jeden nur nochmals dazu ermutigen.
Aboluter Respekt von meiner Seite und ein großes Danke für diese leidenschaftliche Arbeit.
Ohne diese würden viele dieser tollen Hunde das gleiche schlimme Ende haben...
Alles, alles Gute weiterhin.
Ich besuche euch auch jetzt noch jeden Tag.
Anja und der Rest der „2- und 4-Beiner-Meute“
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