Oktavia darf nun endlich glücklich sein............................

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Torke, entsorgt in der Tötungsstation auf Lanzarote, hat seine neue Familie gefunden ..................zusammen mit Oktavia die auch hier leben darf

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Nisa komplettiert das Trio aus Lanzarote und bildet zusammen mit ihren Menschen ein wunderbares Team

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22.12.2015

Jahresrückblick 2015

Gerne würde ich den Bericht über das ablaufende Jahr mit einer vorweihnachtlichen, romantischen Beschreibung beginnen…könnt Ihr Euch noch erinnern? So fing mein letzter Jahresbericht an. Und nun sitze ich hier, wieder ist es bereits der vierte Advent und das obwohl ich mir fest vorgenommen habe, dieses Jahr etwas früher meinen jährlichen Bericht zu verfassen! Nun wird es wieder nur ein Schnelldurchlauf, denn ich hoffe sehr, dass mein Brief Euch noch vor dem Weihnachtsfest erreicht!

Der Jänner begann wie gewöhnlich sehr kalt. Unsere Hühner jedoch ließen sich von den niedrigen Temperaturen und den kurzen Tagen gar nicht beeindrucken und brüteten brav vor sich hin. Auch meine Versuche als Hühnerflüsterin ihnen dieses Vorhaben zu dieser Jahreszeit auszureden, scheiterten kläglich und es schlüpften schließlich insgesamt 18 Küken von drei Hennen! So mussten extra Wärmelampen installiert werden und im Stall wurde es dann doch ein wenig eng. Hielten sich doch auch die erwachsenen Hühner vorzugsweise im warmen Stall auf.

Hanni, Cindy und Bärbel, die Ziegen von Heinzi, wurden Ende Jänner an uns abgebeben. Seither ist es nun so, dass Robert und ich den Stall mehr oder weniger im Alleingang betreuen. Jedoch haben sich Yara mit ihrem neuen Freund Dardan, welcher auch Seko genannt wird, und Timo mit seiner Freundin Vanessa bereit erklärt, uns dabei zu unterstützen. Immerhin bewohnen momentan 20 Ziegen und Schafe unseren Stall. Da ist jede Hilfe gerne willkommen.

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Auch im Feber schlüpften wieder Küken, diesmal jedoch nur noch vier Stück von einer Mutterhenne. Die „Jännerküken“ spazierten ob der wärmeren Temperaturen aber schon mit ihren Müttern draußen herum, so gab es keine Engpässe im Stall. Zumindest tagsüber. Unsere Katzen sind eigentlich immer sehr gesund. Aber in diesem Winter wurden zwei unserer Katzen sehr krank. Fieber, ein furchtbarer Schnupfen und ein schrecklicher Durchfall plagten die Katze Sissi und die Katze Bjegul. Bjegul war glücklicherweise bald wieder gesund, aber Sissi kämpfte hart. Der Kampf war letztendlich leider vergeblich. Es war sehr traurig, zumal Sissi doch noch recht jung war. Meine Angst war groß, dass auch unsere anderen Katzen sich noch anstecken. Aber wir hatten Glück. Keine Katze wurde mehr krank. Nun haben wir nur noch 12 Katzen, die unseren Hof verlässlich frei von Mäusen und Ratten halten.

Am 1. März fanden in Rosegg die Gemeinderatswahlen statt. Für uns ein spannender Tag, da Robert ja wieder für den Gemeinderat kandidierte. Robert war Spitzenkandidat und trat auch zur Wahl für den Bürgermeister an. Bürgermeister wurde er zwar nicht (zum Glück, dafür wäre ja gar keine Zeit gewesen), aber in den Gemeinderat wurde er wieder gewählt.

Ebenfalls im März gab es wieder Zuwachs – diesmal bei Yara und Dardan. Der Boxerrüde Toni, ein Hund aus dem Tierschutz aus Lanzarote, wurde von den beiden in Wien am Flughafen übernommen. Eine große Freude vor allem für Dardan, da es doch sein erster eigener Hund ist. Toni ist eine Seele von einem Hund und wie es scheint ein Seelenverwandter von Dardan. Die beiden sind ein echt cooles Gespann!

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Oma Anita und Opa Georg schenkten uns eine große Getreidemühle. Zur großen Freude von mir. Meine alte Mühle machte schon schlapp ob der großen Mengen Getreide die ich wöchentlich verbacke! Seit geraumer Zeit schon backe ich unser gesamtes Brot selber. Mit einer gut funktionierenden Mühle macht das Backen natürlich noch viel mehr Spaß und so habe ich meine Backkünste ausgeweitet: verschiedenste Weckerln, Toastbrot, Vollkornbrote und natürlich auch Kuchen werden nun in meiner Bäckerei hergestellt. Das Backen macht mir genauso viel Freude wie das Käsen! Als hätte ich nie was anderes gemacht!

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VerschiedensteWeckerln fürs Frühstück – und auch Torten gelingen Dank Inas professioneller Anleitung!

Endlich Frühling! Der April war ein schöner Monat! Tamina, unsere Haflingerdame feierte ihren 30. Geburtstag! Schaflämmer und Ziegenkitze kamen zur Welt, Entenküken schlüpften aus ihren Eiern, im Garten blühte es – kurzum eine wunderbare Zeit. Aber auch sehr arbeitsreich – so war es kein Wunder das es plötzlich schon wieder Mai war.

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Und wie jedes Jahr im Mai, bekamen wir ungeladenen Besuch. In diesem Jahr war es richtig arg. An einem schönen, sonnigen Vormittag gegen neun Uhr wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes überfallen. Ganz zufällig war gerade Timo bei uns auf der Terrasse. Ich war gerade im Ziegenauslauf, als ich Timo schreien hörte. Ich ahnte schon Schlimmes und lief zu den Enten. Und sah doch tatsächlich drei(!) Füchse, die hinter unseren Enten her waren. Unser weißer, großer Enterich war schon in arger Bedrängnis und konnte dank Timos raschem Einschreiten gerade noch gerettet werden. Beim Nachzählen fehlten jedoch einige Enten und die verbliebenen waren alle sehr geschockt. Timo hat an diesem Tag noch viele Büsche an unserem Hang gerodet und einen kleinen, zusätzlichen Zaun errichtet. Diese Maßnahmen reichten bisher aus, um die Füchse von unseren Enten und Hühnern fernzuhalten. Wir hoffen, dass dies weiterhin so bleibt.

Gartenarbeit…….die Jugend voll engagiert!

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Ende Mai wieder Zuwachs in unserer Familie: am Pfingstmontag holten wir Tanka, eine hübsche Pointerhündin vom Flughafen Wien ab. Tanka stammt ebenfalls aus Lanzarote und hatte bisher nicht viel Glück in ihrem Leben. Sie ist ca. fünf Jahre alt und hatte eine schlimme Beinverletzung in ihrer Jugend davongetragen. Das linke Bein war gebrochen und da sich in Lanzarote scheinbar niemand um Tanka kümmerte, wuchs dieser Bruch total schief zusammen. Das Bein war so abgewinkelt und schief, dass ein normales Laufen nicht möglich war. Die Leute vom Tierschutz in Lanzarote übernahmen Tanka und sie wurde operiert. Der Knochen wurde durchgesägt, und mit einer Platte verschraubt. Das Bein verheilte zwar gut, war aber nicht optimal zusammengewachsen. Scheinbar ein Kunstfehler. Wir bemerkten schnell, dass Tanka doch Schmerzen nach dem Laufen hatte. Da das Bein auch noch immer nicht gerade war, Tanka ihr Bein völlig falsch belastete, stellten wir sie unserem Tierarzt vor. Dieser fertigte ein Röntgenbild an und schickte dieses noch am selben Tag zu seinem Kollegen, einem erfahrenen Spezialisten, der ausschließlich orthopädische Operationen durchführt. Die beiden Tierärzte kamen zu dem Schluss dass Tanka nochmal operiert werden muss. Da nun eine solche OP nicht so alltäglich ist, kam der Orthopäde extra nach Klagenfurt um die OP selber durchzuführen. Eigentlich gute Voraussetzungen. Eigentlich…

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Es war schon Juni, als Tanka das erste Mal operiert wurde. Zuerst wurde die Platte und die Schrauben aus Tankas Knochen entfernt. Und nur zwei Wochen später die nächste OP – der Knochen wurde nun nochmals durchgesägt und diesmal richtig zusammengeschraubt. Wieder wurden eine Platte und sechs Schrauben im Knochen befestigt. Ab nun hieß es gut aufpassen – für fünf Wochen war uns strenge Leinenpflicht, auch im Garten, verordnet worden. Das kam uns sehr lange vor und wir überlegten schon wie wir diese Zeit überstehen sollten. Pointer sind ja richtige Laufhunde…glücklicherweise weiß man nicht immer, was auf einen zukommt.

Obwohl erst alles so wunderbar aussah (das Bein war völlig gerade) kam es nun zu ersten Komplikationen. Tanka ging es zwar nach der OP soweit recht gut, aber im Bereich der Nähte begann die Wunde zu nässen. Es war eindeutig, Tanka vertrug das Nahtmaterial nicht. Auch die Röntgenbilder die bei den wöchentlichen Kontrollbesuchen gemacht wurden waren nicht so, wie sie sein sollten. Der Knochen wollte nicht richtig zusammenwachsen, die Schrauben im Knochen fingen an sich zu lockern. Zu allem Überfluss mussten wir dann auch noch mit Antibiotikum gegen einen Keim kämpfen, der sich inzwischen in ihrem Bein breit gemacht hatte…Tanka musste so ständig einen Verband tragen. Und diesen wollte sie loswerden. So musste die arme Maus ständig einen Trichter tragen. Keine angenehme Situation für uns alle! So also sah unser Sommer aus – jede Woche ein Verbandswechsel beim Tierarzt, ständige Antibiotika und Schmerzmittel Verabreichung, Trichter und natürlich KEIN Freilauf für Tanka! Dabei wollten wir Tanka das Leben doch eigentlich erleichtern….eine sehr schwere Zeit für uns alle!

13 Wochen nach der Haupt-OP wurden Platte und Schrauben entfernt und Tanka bekam zur Sicherheit einen Gips. Nach einer Woche wurde dieser wieder entfernt und geschockt stellten wir fest, dass Tankas Bein nicht mehr gerade war und sie inzwischen auf ihrem Bein überhaupt nicht mehr auftrat!!! Das Kontrollröntgen zeigte ebenfalls nichts Positives – der Knochen wuchs nicht richtig zusammen und es bestand die Gefahr, dass sich ein Gelenk im Knochen bildet. Eine weitere OP wurde vom Tierarzt schon angedacht…wir waren wirklich verzweifelt! Aber wie heißt es so schön – gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Und so vertrauten wir auf die Natur! Eine befreundete Tierärztin die sich sehr gut mit Naturheilkunde auskennt nahm sich unserer Tanka an! Sie verordnete eine Ausleitung, damit Tanka einmal alle Medikamentenrückstände loswerden konnte. Denn nur so könne der Körper seine Selbstheilungskräfte mobilisieren. Zudem ordnete sie ein homöopathisches Medikament, Waschungen für Tankas OP-Wunde und außerdem noch tägliche Umschläge mit Beinwellwurzel an. Die Kräutermischung für die Waschung holten wir aus der Apotheke, die Beinwellwurzel grub ich selber auf der Wiese aus. Auch eine Cranio-Sacral-Behandlung gönnten wir unserer armen Tanka. So ging das gut vier Wochen. Tanka fing langsam an, ihr Bein wieder zu benutzen. Und endlich war der Tag gekommen, an dem wieder ein Kontrollröntgen fällig war – und siehe da: der Knochen wuchs zusammen! Tanka läuft momentan schon recht gut. Auf weichem Boden (Wiese, Wald) tritt sie voll auf, auf hartem Boden rennt sie meist dreibeinig. Aber das sehr geschickt. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das Bein gut verheilt ist und man wird wohl immer sehen, dass Tanka hier einiges hinter sich gebracht hat. Aber schlussendlich sind wir mit einem blauen Auge davongekommen! Und dafür sind wir sehr, sehr dankbar!

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unser hübsches Trio aus Lanzarote! Torke, Tanka und Tolkin (v.l.n.r.) Tanka läuft wieder!

Ja, diese ganze Geschichte mit Tanka dauerte gut fünf Monate, also bis November! Deshalb noch mal zurück zum Juni! Im Juni beschloss Robert, seine Arbeit als Gemeinderat zurückzulegen. Vor allem die Erkenntnis, dass man im Wesentlichen auch in einer kleinen Gemeinde nicht wirklich etwas verändern kann war ausschlaggebend. Zu groß sind die Widerstände denen man ständig gegenüber steht! Gibt es nicht Sinnvolleres zu tun? Zum Beispiel in der Firma? Oder hier am Hof? Oder in der Familie? Oder gar für sich selbst? Im Nachhinein eine gute Entscheidung, Robert bereut es nicht. Und wir alle sind sehr froh, dass dies alles ein Ende hat. Ganz ohne Politik geht es zwar noch nicht – Ina, unsere Nichte, rückte als Gemeinderätin nach und Robert steht ihr selbstverständlich mit Rat (und fallweise auch mit Tat) zur Seite.

Anfang Juli wurde Honig geschleudert. Vier Stöcke werden von Ina, Robert und Yara betreut. Dieses Jahr hatten wir, nach zwei völlig honiglosen Jahren, eine gute Ernte. Gut 30 Kilo Honig schenkten uns die Bienen.

Der 8. Juli war ein schöner, heißer Sommertag. Am späten Nachmittag, ich ging gerade in den Stall, wurde unser kleiner Chihuahua Glen plötzlich ganz ängstlich und wollte partout nicht mehr aus dem Haus. Ich wunderte mich ob seines Verhaltens. Aber ich hatte nicht lange Zeit, mir darüber Gedanken zu machen – ein Gewitter zog auf. Es kam ganz plötzlich und sehr, sehr schnell. Gerade nur kurz ins Haus gelaufen um die Fenster zu schließen, traute ich mich schon nicht mehr raus. Vom Küchenfenster aus sah ich zum Stall, die Tiere hatten sich alle im Stall versteckt. Mir war nicht wohl, denn ich machte mir um die Tiere Sorgen. Aber jetzt noch rauslaufen? Es war unglaublich – einen solchen Sturm hatte ich noch nie erlebt. Innerhalb von ein paar Minuten war alles verwüstet. Wir hatten noch Glück. Einige Dachziegel waren vom Stall gefegt worden, Äste von den Bäumen waren abgebrochen, Laub lag überall – und unsere Aussicht in den Süden hatte sich drastisch verändert – unser heißgeliebter, alter Nussbaum war entwurzelt und zur Drau gestürzt! Es war wirklich ein sehr trauriger Anblick…jahrelang hatten wir uns mit dem Gedanken getragen, diesen Baum zu fällen, weil er sehr viel Licht nahm. Und nie brachten wir es übers Herz! Und nun sowas…

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Wir gingen dann hinaus und suchten Vögel die vielleicht unsere Hilfe brauchten. Der Wald hinter unserem Dorf besteht nicht mehr – so gut wie alle Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Und tatsächlich fanden wir eine junge Elster, die völlig durchnässt und verängstigt am Boden saß. Wegen der vielen Katzen nahmen wir sie ins Haus und versorgten sie bis zum nächsten Morgen. Da wir diesen Sommer immer wieder verschiedenste Jungvögel betreut haben, hatten wir alles Nötige zuhause. Futtertiere, Volieren, Medikamente, etc. Und so konnten wir wenigstens dieser jungen Elster helfen.

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eine junge Elster braucht Hilfe

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und auch einer kleinen Mehlschwalbe wollen wir die Hilfe nicht verwehren

Eine junge Mehlschwalbe hatten wir diesen Sommer ebenfalls zur Aufzucht bekommen. Gut drei Wochen wurde sie von morgens sechs Uhr bis abends 21 Uhr stündlich gefüttert und dann konnte sie, nach absolviertem Flugtraining, endlich in die Freiheit entlassen werden.

Glücklicherweise spielten meine Bandscheiben erst danach nicht mehr richtig mit – ich konnte mich durch eine „falsche“ Bewegung für gut zwei Wochen so gut wie gar nicht mehr rühren. Glücklicherweise konnten Yara (und auch Vanessa) meine Melkarbeit übernehmen. Timo und Dardan halfen beim Ausmisten. Alle zusammen waren ein gutes Team und es war schön für mich zu sehen, dass im Notfall alle Tiere gut von den Kindern versorgt werden! Die Hunde lagen mit mir im Bett und spielten Security – kein Mensch durfte sich nähern, sogar Robert wurde verbellt. Er nahm es

Gott sei Dank mit Humor.

Oma Anita, wurde ebenfalls von ihren Bandscheiben sehr geplagt. Den ganzen Sommer über konnte sie sich kaum rühren – egal welcher Behandlung sie sich unterzog. Aber auch hier half die Natur – diesmal in Form der Katzenkralle. Ein wunderbares Mittel, welches aus einer peruanischen Lianenart zu einer Tinktur verarbeitet wird. Momentan geht es ihr halbwegs gut und wir hoffen, dass es so bleibt oder noch besser wird.

Opa Georg ist wieder voller Tatendrang. Nach den letzten beiden Jahren mit den Herzoperationen die für ihn ja sehr anstrengend waren, geht jedoch (noch) nicht alles so wie er es gerne möchte. So werkelt er wieder in Haus und Garten, manchmal bis spät in die Nacht. Manchmal höre ich ihn sagen, dass er nicht fertig wird mit seiner Arbeit – aber ist das eigentlich nicht für uns alle so? Werden wir jemals „fertig“ mit unseren (oft uns selbst auferlegten) Arbeiten und Pflichten?

Im August gab es einen richtig schönen Grund zum Feiern – Adolar und Alrun, zwei unserer Parson Russell Terrier, wurden 17 Jahre alt! Und das mehr oder weniger in aller Frische!

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Und Ende August war es wieder soweit – Robert und ich machten wieder mal einen Ausflug – richtig, wir holten einen weiteren Hund aus dem Tierschutz aus Lanzarote. Wieder einen Pointerrüden, ca. zwei, drei Jahre alt. Auch er hatte sicherlich keine schöne Vergangenheit. Er wurde direkt aus der Tötungsstation gerettet. In Salzburg am Flughafen nahmen wir ihn in Empfang. Und er brachte das Lachen wieder in unser Haus. Er ist ein unheimlich lustiger Kerl. Immer zu Streichen aufgelegt. Und SEHR anstrengend. Auf sein Konto gehen inzwischen jede Menge Schuhe, Hundedecken, Daunendecken (SEHR lustig vor allem die freifliegenden Daunen im Schlafzimmer!!!) und jede Menge Löcher im Garten!

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Schon sind wir bereits mitten im September. Die letzte Schwalbe verlässt unseren Stall und macht sich auf in den Süden – ein wenig wehmütig sind wir da schon. Wird sie den weiten Weg dorthin und zurück schaffen? Wir hoffen es sehr!

Viel Zeit bleibt nicht darüber zu grübeln. Unser Auto geht kaputt. Motorschaden, mitten in Klagenfurt an einer Kreuzung. Wo auch sonst? Auto voller Hunde…ÖAMTC holt das Auto, wir haben ja glücklicherweise genügend Taxis in der Familie.

Inzwischen haben wir ein „neues“ Auto und sind wieder mobil. Undenkbar hier ohne Auto zu leben.

Oktober ist es nun schon. Draußen merkt man gar nicht wirklich was davon. Es ist ungewöhnlich warm in diesem Herbst. Timo tritt zur Meisterprüfung an und schafft diese bravourös! Wir sind alle sehr stolz auf ihn.

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Aber es gibt auch einen sehr traurigen Tag – Ende Oktober stirbt unser altes Pony Tommy! Er lässt uns keine Möglichkeit uns bei ihm noch zu verabschieden. Er fällt einfach tot um…für ihn sicherlich das Beste. Für uns ein Schock. Er wurde 40 Jahre alt, das ist eine wirkliche Seltenheit. Eine ganze Ära ging zu Ende. Yara und Timo waren ganz, ganz kleine Kinder, als Tommy zu uns kam. Auch er hatte es nicht immer leicht in seinem Leben. Als wir ihn kauften, war er doch ein recht ängstlicher Kerl. Lange Jahre fürchtete er sich, wenn man einen Besen oder eine Schaufel in die Hand nahm. Ein Zeichen dafür, dass man nicht immer nett zu ihm gewesen ist. Bei uns jedoch gefiel es ihm, so glauben wir jedenfalls, recht gut. Er hatte einiges zu tun – Yara und Timo lernten auf ihm das Reiten und vor allem Yara erlebte schöne Stunden mit Tommy bei Ausritten im Wald. Ein paar Jahre begleitete Tommy uns in den Tierpark – dort machten wir mit unseren Ponys das Ponyreiten und so kann man wirklich sagen, dass Tommy Zeit seines Lebens hunderte von Kindern geduldig durch die Gegend trug. Die letzten Jahre musste er das selbstverständlich nicht mehr tun, er genoss seinen wohlverdienten Ruhestand auf der Weide mit seinen Freunden. Er war das beste Pony das man sich nur wünschen kann.

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November – Yara entschließt sich, mit ihrem Dobermann-Rüden Triton zur Prüfung in der Hundeschule anzutreten. Es wird fleißig trainiert, Triton ist sehr brav und endlich ist der Tag gekommen. Der erste Teil der Prüfung läuft super. Es handelt sich bei diesem Teil um eine Überprüfung des Gehorsams. Triton führt alle Befehle ordnungsgemäß aus und der Richter ist von diesem „Prachtburschen“ sichtlich beeindruckt. Auch der zweite Teil der Prüfung fängt gut an. Hierbei geht es um eine Verhaltensüberprüfung. Triton benimmt sich vorbildlich, ist unbeeindruckt von anderen Hunden, Radfahrern, Autofahrern die nach dem Weg fragen, etc. Dann die letzte Aufgabe. Triton wird mit seiner Leine an einem Stempel in der Wiese befestigt. Yara geht von ihm weg. Ein Mann mit einem Hund geht vorbei….Triton hüpft los, reißt den Stempel aus und läuft dem Hund bellend hinter her….im nächsten Frühjahr versucht Yara es nochmal ;-)

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Schon wieder Dezember? Tatsächlich! Wir freuen uns auf eine ruhige Adventszeit.

Aber es kommt anders! Am 1. Dezember ein Unfall. Yara fällt beim Arbeiten aus fast 3 m Höhe von einer Leiter! Mit dem Steißbein schlägt sie auf ein Geländer auf und fällt dann noch mit dem Rücken auf einen mit Steinen gepflasterten Weg. Die Rettung wird alarmiert, Yara ins Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise kann dort Entwarnung gegeben werden. „Lediglich“ Prellungen werden diagnostiziert. Yara muss noch eine Nacht zur Überwachung im Krankenhaus bleiben. Bis dato ist sie im offenen Krankenstand und muss Schmerzmittel nehmen. Aber es wird schon besser.

Wir alle sind sehr froh, dass nicht mehr passiert ist. Für Robert, Timo und Alex (Inas Freund, der seit Jänner auch als Rauchfangkehrer im Betrieb arbeitet) bedeutet es nun mehr Arbeit. Jedoch steht nun ein kurzer Urlaub über die Weihnachtsfeiertage bis Neujahr ins Haus. Diese Zeit werden wir sehr genießen und uns auf ein Neues, bestimmt wieder sehr spannendes Jahr vorbereiten!

Wir wünschen Euch allen ein schönes Weihnachtsfest, viel Glück und vor allem

Gesundheit im Neuen Jahr!

Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gefäß, in das sich sehr viel

eingießen lässt, wenn man es wirklich ausfüllen will.

Johann Wolfgang von Goethe


07.12.2014

Liebe Frau Schwarze, liebe Lucia!

Wenn sich niemand meldet, ist meist alles in Ordnung? Genau so ist es - unseren Hunden geht es gut :) 

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Nisa ist jetzt schon gut 2 Jahre bei uns - wo ist bloß die Zeit geblieben? Wir haben sie ja "grade erst" vom Flughafen geholt....

Mittlerweile hat sich einiges getan:

Meine älteste Tochter Ina hat seit Sommer 2013 auch endlich einen Hund, die 5jährige Dobermann-Dame Amy - natürlich auch aus dem Tierschutz.

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Und heuer im Sommer landete ein armer Mischlings-Welpe unerwartet bei uns.

Meine mittlere Tochter Daria ist noch Schülerin und ihre Ferien-Pläne und eigentlich ihr ganzes Leben haben sich damit geändert :)

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Es tummeln sich nun also Lilly, Nisa und Alduin - und stundenweise auch Amy hier.

Abgesehen davon, dass im gleichen Haus noch Torke und sieben weitere Hunde mit Familie Lenk leben, im Haus daneben Oktavia und zwei Terrier mit meinen Eltern und noch ein Haus weiter drei Hunde mit meiner Nichte...

Und wenn wir dann spazieren gehen, sieht es ungefähr so aus:

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Auf diesem Foto trägt Nisa ein Halti – die Leine hänge ich allerdings nur dann ein, wenn wir mit „verstärktem Aufkommen“ von Katzen zu rechnen haben…. Nisa’s Jagdtrieb ist nämlich nach wie vor vorhanden!

Trotzdem hat sie sich beim spazieren gehen wirklich gut weiterentwickelt.

Sie kennt zwar keine Kommandos, geht aber immer schön an durchhängender Leine. Apropos Kommandos: Nisa ein „Sitz“ beizubringen, habe ich schon so gut wie aufgegeben Von der Leine kann ich sie beim Spazierengehen nicht lassen, allerdings wird im Garten und auf der großen Hundewiese gerannt, getollt – und vor allem gegraben…

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Mittlerweile haben wir übrigens auch unser Bett für die Hunde freigegeben.

Alduin schläft gottseidank bei Daria, aber Lilly, Nisa und ich raufen nachts um jeden Zentimeter!

Überhaupt belagern die Hunde inzwischen so ziemlich alles – Trampolin, Liegestühle, Leseecke, Betten…. natürlich zusätzlich zu ihren Hundesofas und Körbchen… aber Hauptsache, es geht ihnen gut

 

Wunderschön, wie diese Vierbeiner unser Leben bereichern!!!

In diesem Sinne möchte ich mich bei Euch für Euren unermüdlichen Einsatz bedanken und ein Frohes Fest sowie alles Liebe und Gute fürs nächste Jahr wünschen!

Birgit Wurzer samt Familie

 


24.04.2013

Liebe Frau Schneider!

Endlich  Frühling, auch in Kärnten! Und gestern hatte meine Mutter einen Fotoapparat dabei, als unsere Hunde auf der Wiese gespielt haben.
Anbei also ein paar Fotos, welche schon lange versprochen waren. Ich denke, man kann sehen, dass es allen Hunden gut geht. Meine Schwester hatte gestern eine Reizangel dabei -Terrierhündin Lillys Lieblingsbeschäftigung - und auch Torke hatte viel Spaß dabei

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Obwohl völlig ausgepowert, lies Torke sich gestern Abend nicht davon abhalten, sich beim abendlichen Spaziergang noch mal ordentlich in irgendwelchem "ich-will-es-gar-nicht-wissen-was-es-ist-Mist" herum zu wälzen. Daher durfte er gestern Abend noch baden und ist heute superflauschig!

Liebe Grüße von uns allen,
Sabine


 

23.12.2012

Liebe Lucia, liebe Frau Schwarze!

Lang hab ich nichts mehr von uns hören (lesen) lassen....
Wir hatten immer einiges zu tun, manche Zeit war`s auch etwas turbulent hier.

Und nun steht schon Weihnachten vor der Tür!
Vor einem Jahr hätten wir niemals geahnt, dass wir heuer mit zwei ganz neuen Hunden vor dem Christbaum sitzen werden. Greni und Chester vermisse ich natürlich grad in solchen nachdenklichen Minuten sehr.
Aber ich freu mich auch - Lilly und Nisa sind uns in so kurzer Zeit zwei wundervolle Begleiter geworden :)

Nisa hat sich einfach toll hier eingelebt.
Mittlerweile haben wir ja Frau Lenks 4000m² große Wiese wieder für die Hunde zur Verfügung - und dort können sie nach Lust und Laune rennen und toben! Nisa hat dort übrigens auch schon eine Maus gefangen :)
Unglaublich, wie schnell und tief Hunde Löcher graben können!

In unserem Garten macht sie das aber nicht ;) Wir haben allerdings am Gartentor innen einen Drehknopf anbringen müssen - aufgestellte Türschnallen sind für Nisa kein Hindernis mehr ;)

An das Klima hier hat sich Nisa toll gewöhnt - Kälte macht ihr nicht wirklich was, Hauptsache, es ist was los! Im frischen Schnee springt sie nur so herum!

Ich wünschen Ihnen Frohe Weihnachten - und viel Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, Freude, Harmonie und viele schöne Begegnungen und Erlebnisse für 2013!

Birgit Wurzer


08.09.2012

Liebe Frau Schneider!
Anbei erstmal ein Handy-Foto von Nisa`s Ankunft (bei uns im Vorhaus).

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Soweit läuft alles ganz gut, Nisa fasst schön langsam Vertrauen :) Und so ängstlich ist sie gar nicht, eher sehr interessiert an allem! Ob Lilly und Nisa irgendwann einmal beste Freundinnen werden, weiß ich noch nicht. Im Moment ist es auch für Lilly eine große Umstellung, und wir geben ihr die nötige Zeit. Die zwei sind schließlich doch erwachsene Hündinnen.

Die gemeinsamen Spaziergänge tun beiden gut, und wenn Nisa Vögel sieht, kommt ihr Jagdinstinkt sehr deutlich hervor, sie scheint dann ganz in ihrem Element zu sein ;)

Ich bedanke mich einstweilen herzlich bei Ihnen - es hat mich persönlich besonders gefreut, dass Sie Nisa`s Flugpatin waren :)
Ich melde mich wenn ich darf heut wieder telefonisch bei Ihnen und grüße Sie samt Familie recht herzlich :)
Birgit Wurzer

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Liebe Frau Schneider, liebe Frau Schwarze!

Nach 12 Tagen schaffe ich es endlich, Ihnen einen kleinen Bericht über Nisa zu schreiben…

Am 4. September spät abends haben wir am Flughafen Salzburg schon sehnsüchtig auf die Ankunft des Flugzeugs gewartet. Frau Schneider war Nisa`s Flugpatin, was mich besonders gefreut hat, denn als unsere erste Ansprechpartnerin gibt sie gerne und geduldig Ratschläge. Wir hatten die Terrierhündin Lilly unserer jüngsten Tochter beim Abholen ebenfalls mit, damit sich die Hunde beim Heimfahren schon etwas riechen konnten.

Gegen 1 Uhr in der Früh sind wir zuhause angekommen, wo wir die Box gleich im Garten geöffnet und Nisa angeleint und rausgelassen haben. Trotz des Transportes war die Box trocken, und Nisa hat gleich im Garten ihr Geschäft gemacht. Sie ist von Anfang an stubenrein. 

An der Leine ist Nisa mit uns über die Treppe ins Haus gegangen. Sie war auch so mutig und ist dann auch über die 2. Treppe ins Schlafzimmer gekommen, wo sie dann erstmal lang geschlafen hat.

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Am Morgen wollte sie allerdings zuerst nicht aus dem Schlafzimmer rausgehen, und die Treppe war ihr auch nicht mehr geheuer. Auch mit Lilly konnten wir sie nicht zum Runtergehen bewegen.

Wir wohnen mit meiner Schwester Sabine Lenk und ihrer Familie und ihren Hunden im gleichen Haus, sie hat seit knapp 2 Jahren auch einen Spanier, den sehr freundlichen Pointer-Rüden Torke. Mit seiner Hilfe ging es dann etwas leichter. Allerdings hat Nisa beschlossen, dass sie (bis jetzt) nicht mehr in den 2. Stock gehen will.

Sie wohnt jetzt in unserer Wohnküche im 1. Stock, wo sie sich auf ihrem Hundesofa mittlerweile sehr wohl fühlt.

An der Leine ging sie vom ersten Tag an toll, sodass wir auch gleich von Anfang an mit ihr spazieren waren. Da war sie gleich ein ganz anderer Hund, gar nicht schüchtern und ein aufmerksamer Jagdhund!

Im Garten fühlt sie sich mittlerweile schon sehr wohl, und sie hat hier auch schon einige Hunde kennengelernt.

Ein Haus weiter wohnen meine Eltern mit 2 Terriern und der Podenca Oktavia, die vor knapp 2 Jahren gemeinsam mit Torke von Lanzarote gekommen ist.

Zwei Häuser weiter wohnt meine Nichte mit Freund und ebenfalls 4 Hunden – also gibt es hier jede Menge Spielkameraden! Mit Oktavia ging es besonders gut, die zwei haben sich nach ein paar Minuten Kennenlernen bereits gemeinsam in die Sonne gelegt.
Man merkt, dass Nisa höhere Temperaturen gewöhnt ist, nasses, kälteres Wetter mag sie nicht besonders. Frühaufsteherin ist sie keine, sie schläft gern lange auf dem Sofa, und es dauert etwas, bis sie morgens rausgeht. Abends, wenn es dunkel wird, geht sie auch nur raus, wenn sie muss, da fühlt sie sich im Haus wohler. Und sie trinkt kaum Wasser. Ihr Futter mag sie nicht trocken, sodass ich es mit reichlich Flüssigkeit für sie einweiche, anscheinend reicht ihr das.

Unsere Terrierhündin Lilly und Nisa gewöhnen sich schön langsam aneinander.

Vor ein paar Tagen hatten die zwei eine Auseinandersetzung, und Nisa ist nun die Ranghöher.

Kinder sind auch kein Problem, meine 2 ½ jährige Enkelin füttert Nisa liebend gerne mit Leckerlies.

Kaputt gemacht hat Nisa noch nichts, sie ist überhaupt sehr brav, und man kann sie durchaus bereits eine Zeitlang alleine lassen.

Zu Schulbeginn hat meine Mutter die Hunde gesittet, da hatte Nisa ein tolles Erfolgserlebnis: sie hat Kartoffelschalen geklaut…

Und gestern beim Spazierengehen war es besonders lustig: unsere Nachbarn haben ihre kleinen ferngesteuerten Autos auf der Straße herumfahren lassen… die hätte sie soooo gerne gejagt ! 
Nisa ist ein wunderbares neues Familienmitglied, und wir sind alle froh, so ein liebes Wesen bei uns zu haben! 
Vielen lieben Dank und herzliche Grüße!!!

Birgit


13.02.2013

Liebe Frau Schneider,

ich bin jetzt die erste, die Zeit hat, schnell ein paar Zeilen zu schreiben!

Ja, wie die Zeit vergeht - Torke und Octavia sind tatsächlich schon 2,5 Jahre da. Nisa aber erst seit einem halben Jahr. Sie hat sich aber schon so gut eingelebt - da hat man fast das Gefühl, sie war schon immer da!

Ich kann ja in erster Linie nur von Torke berichten, das tue ich hiermit gerne wieder einmal!

Torke geht es gut. Ich glaube, er fühlt sich hier sehr wohl. Das Fressen schmeckt ihm auf jeden Fall. Als er ankam, wog er gerade mal 19 Kilo. Nun bringt er zwischen 23 und 25 Kilo auf die Waage. Kein Wunder, seit einiger Zeit koche ich das Futter für meine Hunde selber und außerdem gibt es zwischendurch ja auch immer etwas für Torke - ein bisschen Ziegenmilch, hie und da ein Entenei welche er immer wieder mal findet...so muss man manchmal auf die Bremse steigen, immerhin soll Torke ja nicht für einen Labrador gehalten werden ;-)

Vor ein paar Wochen wurde Torke von der Schäfermischlingshündin des Freundes meiner Tochter beim Spielen gebissen - es ist nichts wirklich Schlimmes passiert, aber immerhin brauchten wir Antibiotika, damit die Wunde sich nicht infiziert. Glücklicherweise ist Torke kein Raufer und so ist dem anderen Hund nichts passiert. Da zeigte sich auf jeden Fall das gutmütige Wesen von Torke! 

Letzte Woche war ich mit Torke beim Tierarzt - nur zur Impfung. Mein Tierarzt ist sehr begeistert von Torke. Ein gesunder Hund mit einem netten Wesen und obendrein noch so hübsch! Hübsch finden ihn sehr viele und ich werde sehr oft gefragt, wo ich diesen schönen Hund gekauft habe!

Torke ist für mich persönlich wirklich der perfekte Hund! Er ist immer in meiner Nähe, nie würde es ihm einfallen strabanzen zu gehen. Da ich seinen Jagdtrieb ganz gut unter Kontrolle habe, darf er auch die meiste Zeit ganz ohne Leine laufen.

Leine, das ist für ihn immer Stress pur. Ich muss gestehen, dass ich es nicht geschafft habe, ihn wirklich daran zu gewöhnen. Er zieht wie ein Irrer, rennt vor, hinter, bohrt seine Schnauze in meine Knie, ist völlig außer sich! Für mich ist das natürlich auch nicht sehr angenehm - so trägt er bei den wenigen Situationen in denen es unumgänglich ist ein Halti. Damit kann man ihn einigermaßen gut an der Leine führen. Ich bin halt auch faul...

Ich bin mit Torke aber ohnehin nur hier bei uns am Land unterwegs, da brauchen wir die Leine so gut wie nie. Wenn ich wirklich mal in die Stadt fahre, dann wartet er sehr brav im Auto. Und wenn es wirklich unumgänglich ist, geht er auch sehr brav am Halti. Da er so brav ist, ist er eigentlich immer mit mir unterwegs. Er kann schon alleine bleiben, aber meist nehme ich ihn doch mit. 

Aber man muss sagen, dass Torke sich keinesfalls für die Stadt eignen würde! Ich aber auch nicht ;-)

Er ist ein absolut angenehmer Hund, so lange ich mit ihm alleine bin. Er ist sehr ruhig im Haus. 

Man sagt ja immer, dass Hunde nicht eifersüchtig sind - ich bin da allerdings anderer Meinung. Wenn Besuch da ist, kann er sich mitunter auch richtig "schlecht" benehmen. So hat er die Angewohnheit, sich zwischen mich und andere Menschen zu stellen, wenn ich mit denen spreche. Das kann soweit gehen, dass er sogar versucht auf den Tisch zu steigen um das zu bewerkstelligen...aber da muss man dann schon wieder Lachen!

Mein Sohn hat eine Freundin, die ein fünf Monate altes Baby hat. Torke ist da ganz wunderbar - er will zwar meine ungeteilte Aufmerksamkeit, aber das Baby behandelt er sehr nett. Er muss aber immer überall ganz nah dabei sein, das versteht sich wohl von selbst!

Auch meine dreijährige Großnichte mag er gerne und er lässt sich doch einiges gefallen. Selbstverständlich ist Torke, wie auch die anderen Hunde, nie mit Kindern alleine. Und meist muss man ja die Hunde vor den Kindern schützen.

Morgens und abends begleitet mich Torke immer in den Stall zum Melken. Da er aber vor den Ziegen einen Heidenrespekt hat, wartet er immer vor der Stalltüre auf mich. Ich habe ihm extra dort ein Platzerl gerichtet damit er nicht am Boden liegen muss. Aber jetzt, wo es so kalt ist und er ohnehin weiß, dass ich im Stall nicht verloren gehe, hat er sich angewöhnt, während ich beim Melken bin, meine Mutter zu besuchen. Zäune existieren ja bei ihm nicht, so  hüpft er von unserem Garten in den meiner Eltern. Dort lässt er sich dann füttern, streicheln, wärmt sich auf. Wenn ich dann seiner Meinung nach mit dem Melken fertig sein müsste, will er wieder nachhause. So bemerke ich manchmal gar nichts von seinen Ausflügen! So viel zum Thema, Hunde hätten kein Zeitgefühl!!!!

Nur der Ordnung halber: Torke dürfte auch im warmen Haus bleiben wenn ich in den Stall gehe. Das will er aber KEINESFALLS!

Wie gesagt, ich werde oft gefragt, wo ich Torke gekauft habe. Nicht nur weil er hübsch ist, sondern weil er eben auch nicht abhaut und immer schaut wo ich bin. Das aber, das weiß ich genau, ist ein Geschenk!

So, ich muss nun raus - bei uns schneit es schon wieder, die Schneeschaufeln warten schon wieder.

Wir warten nun schon hart auf das Frühjahr, aber ein bisschen wird es wohl noch dauern!

Einstweilen sende ich liebe Grüße aus dem tief winterlichen Rosegg!

Sabine Lenk & Torke


20.12.2011

Liebe Frau Schneider!
Anbei weitere Bilder, die heute entstanden sind. Die große Hundewiese ist wieder ganz frei, kein Schaf ist mehr zum Weiden da, das Gras schön kurz und  fein für die Hunde zum Laufen.  Sicher haben Sie schon von Glenn, dem kleinen Chihuahua - Rüden von unserer Tochter Sabine Lenk gehört. Heute war er mit den "Großen" mit und Sie können sehen, er muss wehrhaft sein, sonst würden ihn seine Artgenossen wohl über den Haufen rennen.

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Unsere Hundeschar ist soweit gesund und munter, Octavia ist jetzt schon sehr heimisch geworden. Sie versteht mittlerweile den Kärntner Dialekt, außer sie will nichts verstehen. Das kommt auch vor. Aber im Normalfall klappt das ganz gut. Sie ist nach wie vor sehr auf mich fixiert, das wird wohl auch so bleiben. Sie mag meinen Mann auch recht gerne, aber ich bin die Nummer Eins in ihrem Hundeleben. Inzwischen ist sie sehr wachsam geworden, vor allem Männer dürfen nicht so ohne weiteres herein gehen, wobei sie hin und wieder -
je nach Sympathie - auch Ausnahmen macht! Sie muss hauptsächlich mit Männern schlechte Erfahrungen gemacht haben und das bleibt ihr offensichtlich fast immer in Erinnerung. Würde ein fremder Mann in unseren Garten gehen und wir gerade nicht daneben sein, dann könnte das eventuell ins Auge gehen.

Dafür ist Octavia sehr sanft und lieb mit kleinen Kindern. Da springt sie nicht und ist nicht wild und grob, sie geht ganz freundlich und vorsichtig
auf kleine Kinder zu und wirft sie auch nicht um.   

Ich hoffe, Sie haben ein wenig Spaß an den Bildern aus Kärnten. Ihnen allen und  auch Frau Schwarze und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschen wir von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein Prosit 2012.

Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Tiere.

Liebe Grüße
Anita mit Familie


20.12.2011

Liebe Frau Schneider!                                                                                                            
Vorerst einmal vielen Herzlichen Dank für Ihre Weihnachtsgrüße, auch Ihre sonstigen Nachrichten haben uns erreicht und wir machen auf jeden Fall ganz viel Werbung für die armen Hunde auf Lanzarote. Es ist halt so, dass in unserem Bekanntenkreis viele Hundebesitzer sind, die zum Teil schon mehr als einen Hund haben. Da ist es natürlich schwierig, etwas zu vermitteln. Außerdem ist der "Markt" mit Hunden überfüllt und Sie können sich vorstellen, dass die Tierheime nach Weihnachten auch hierzulande wieder übervoll sein werden. Trotzdem hoffen wir sehr, dass sich wieder Menschen finden werden, die über Ihre Organisation einen Hund zu sich nehmen. Tierschutz muss grenzenlos sein! 

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Anbei sende ich Ihnen einige ganz aktuelle Bilder. Ich muss die Fotos auf Raten schicken, die Datenmenge geht nicht auf einmal durch. Anbei einmal Torke und der neue Spielgefährte Triton (ein junger Dobermannrüde). Die beiden mögen sich sehr und spielen ganz viel miteinander.  Torke geht es sehr gut, er hat bzw. nimmt sich viele Freiheiten, er springt hin und her über die Zäune, treibt da und dort immer wieder einigen Unfug und ist ein sehr fröhlicher, aber auch anstrengender Geselle.

Torke hat vor zwei oder drei Tagen das Kochen am Herd geübt, was durchaus ins Auge gehen hätte können. Er ist in Abwesenheit seines Frauchens in die Küche eingedrungen und hat von einer Pfanne am Herd den Deckel abgenommen und den Inhalt zu fressen begonnen. Dabei hat er unglücklicherweise zwei Kochfelder eingeschaltet, die wenigen übriggebliebenen Nudeln in der Pfanne
wurden heiß und verkohlten schön langsam. Gott sei Dank kam Frauchen zurück, bevor was Ernsteres passiert ist! Torkes Bauch war kugelrund!!! Er hat sich auch nicht verbrannt und die Küche gibt es noch...

Sein Frauchen Sabine Lenk und alle ihre Familienmitglieder lassen Sie und alle Ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter um den Tierschutz recht herzlich grüßen. Wir hoffen, Sie können ein friedvolles Weihnachtsfest erleben, trotz aller Probleme, die es auf der Welt gibt.
Anita


Ostergrüße von Oktavia vom April 2011

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11.03.2011

Liebe Frau Schneider!                                                       

Wir haben ja schon länger nichts voneinander gehört, daher schicke ich Ihnen heute einige Fotos von Octavia und auch Torke. Sie haben sich inzwischen auf die klimatischen Wetterverhältnisse ganz gut eingestellt, wichtig ist es, in Bewegung zu bleiben, damit den "dünnfelligen" Hunden nicht zu kalt wird! Die Bilder sind auf der eingezäunten Wiese gemacht worden, wo die Hunde (mit einigen Artgenossen) so richtig spielen und laufen können. Es waren die letzten kalten Wintertage

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Octavia ist inzwischen richtig heimisch geworden, sie macht immer noch das eine oder andere kaputt, aber es hält sich einigermaßen in Grenzen. Sie hat sich ganz stark an mich gebunden, die "zweite Geige" ist das Herrchen. Aber er ist für Octavia ein guter Ersatz, wenn ich einmal nicht da sein kann. Vor allem als Lieferant für Leckerbissen ist er äußerst geschätzt und begehrt!

Es geht uns allen also recht gut, Octavias Mitbewohner Kunigudge und Sorley kommen auch gut mit ihr zurecht, wobei die kleine, inzwischen fast 8jährige Kunigunde eindeutig die Chefin des Hunderudels geblieben ist. Die Fronten sind also klar festgelegt und Octavia akzeptiert das auch.

Ich hoffe, dass Ihnen die Bilder einen kleinen Einblick in das jetzige Leben der Hunde geben können.

Weiterhin alles Gute allen Beteiligten für Ihre wertvolle Arbeit im Dienste der Tiere!

bis zum nächsten Mal liebe Grüße an alle

Anita


02.01.2011

Liebe Frau Schneider

Anbei ganz aktuelle Bilder von "unseren Spaniern" Octavia und Torke im kalten Kärntner Winter im Spiel miteinander und mit anderen Spielgefährten auf über 4000 m² eingezäunter Wiese

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Jetzt trägt uns der gefrorene Schnee, da macht den Hunden das Laufen Spaß. Bis auf den Golden Retriever sind alle Hunde aus der Familie, genauer gesagt von uns, unserer Tochter Frau Lenk und von unserer Enkelin. Octavia ist gegen Kälte etwas empfindlich, sie braucht Bekleidung. Torke hingegen kommt mit den tiefen Temperaturen recht gut klar. Er ist praktisch ohne Unterbrechung in Bewegung, während Octavia unterwegs gerne Pausen einlegt, um die Umgebung ausgiebig zu beriechen. Das macht Torke im Laufen!

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Torke springt bzw. klettert immer wieder einmal kurz zu uns herüber und schaut nach, ob unsere Hunde vielleicht gerade im Freien sind, da könnte er rasch ein wenig spielen. Lange bleibt er nicht, er hält es ohne sein Frauchen (unsere Tochter) nur kurze Zeit aus. Octavia hingegen springt Gott sei Dank nicht über Zäune!
Vor einigen Tagen hat sie mich überrascht, indem sie mein Auto (inzwischen IHR Auto) gegen einen fremden Hund verteidigte. Ihr drohendes Bellen reichte aus, um alles klarzustellen.

Octavia ist grundsätzlich eine sehr freundliche Hündin, aber bei Männern zeigt sie sich immer wieder misstrauisch und ängstlich. Da muss sie einiges erlebt haben. Sie fürchtet sich etwas, wenn sie im Fernsehen Flugzeuggeräusche hört, sie steht dann auf und kommt ganz nah zu mir. Die Feuerwerke und das Krachen und Knallen zu Neujahr hat sie hingegen gut
weggesteckt! Natürlich sind wir um Mitternacht nicht mit ihr ins Freie gegangen, in der Wohnung haben wir zusätzlich für Musik gesorgt und so war das kein Thema. Unsere Terrier sind da auch nicht empfindlich.

Wenn Octavia im Freien ist und einen Knall oder Schuss hört, dann erschrickt sie schon etwas, aber es ist nicht so arg. Hin und wieder bellt sie dann, meistens sucht sie dann meine Nähe. Alle unsere Hunde, also auch Octavia, lieben es, wenn der Ofen beheizt wird. Da drängen sich alle nahe an die Wärmequelle heran, obwohl es in der Wohnung nirgends kalt ist.

Octavia ist inzwischen keine "diebische Elster" mehr. Sie hat den Futterneid weitgehend abgelegt, sie weiß ja, es gibt genug! Bei Semmeln und Weißbrot könnte sie allerdings schwach werden. Obst mag sie nicht. Sie spielt nicht mit Bällen und fängt keine Leckerbissen auf. Sie spielt mit kleinen Stofffiguren, die sie selten kaputt macht. Das besorgen dann Kunigunde und vor allem der Rüde Sorley. Zum Fressen gern hat sie (im wahrsten Sinn des Wortes) Herrchens Hausschuhe aus Filz, Handys mit lederner Schutzhülle, Hüte und Schildmützen, wobei die Filzpatschen am beliebtesten sind. Sie erzieht uns zum Wegräumen der begehrten Objekte!

Wir denken, Octavia hat sich gut bei uns eingelebt, sie ist jetzt einfach zu Hause und wir lieben sie sehr!

Hoffentlich finden noch viele andere Hunde aus Lanzarote ein gutes, endgültiges Zuhause!
Bis zum nächsten Mal verbleibe ich mit lieben Grüßen

Anita


31.12.2010

Liebe Frau Schwarze, liebes Podenco-Hilfe-Team!                                         Vielen Dank für Ihre Weihnachts- und Neujahrswünsche!

Ich wollte mich ja eigentlich schon viel früher bei Euch melden, aber irgendwie verging die Zeit vor Weihnachten so schnell und wir hatten so viele Dinge zu erledigen. Durch die Renovierung unseres Esszimmers hatten wir zudem noch eine kleine Baustelle in unserem Haus…

Nun hab ich mir aber fest vorgenommen, noch im heurigen Jahr ein paar Zeilen über Torke zu berichten:

Torke ist in der Zwischenzeit gar nicht mehr von uns wegzudenken. Gerade hab ich schnell schauen müssen, ob er nicht doch was von der Anrichte klaut – und hab dabei versehentlich schon das Mail an Sie abgesendet, jedoch ohne Bericht von Torke…

Ja, so ist es mit Torke – er ist irgendwie wie ein kleines Kind, dass man nie wirklich ganz aus den Augen lassen kann. Das ist natürlich manchmal auch recht anstrengend. Aber meist ist es mit ihm sehr lustig! Er ist, so wie es in allen Rassenbeschreibungen über Pointer nachzulesen ist, ein echter Schelm! Ganz selten kann er es einem auch ein bisschen schwer machen, sich für das Lachen anstatt für das Ärgern zu entscheiden, aber keine Angst – bisher hat immer das Lachen gesiegt!

Gestern habe ich mit Torke eine Hundeschule besucht – im Einzelgespräch mit einem befreundeten Hundetrainer habe ich mir ein paar Tipps geben lassen. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht…

Probleme gibt es mit Torke eigentlich nicht – er ist sehr anhänglich, orientiert sich sehr an mir. Beim Freilaufen rennt er zwar sehr große Bögen, aber er schaut immer wo ich bin und kommt so gut wie immer wenn ich ihn rufe.

Jedoch – wenn ich versuche, Torke irgendwie zu „beschäftigen“ (außer lustige Spaziergänge), sprich ein bisschen Kopfarbeit, lässt er mich einfach stehen. Er legt sich dann auf das Sofa oder „flüchtet“ ins Bett. Er schaut mich dann nicht mehr an und wartet so lange bis er ganz sicher ist, dass ich hundertprozentig nichts von ihm fordern könnte.

Damit wir uns nicht falsch verstehen – ich will eigentlich nichts besonderes von ihm. Wir scheitern aber schon bei einem „Sitz“. Er macht es einfach nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich Torke nicht dazu zwinge. Ich mach das nur mit Schinken und Frankfurter – aber er rennt schon davon, wenn ich nur ein Stück davon in der Hand habe.

Und natürlich „quäle“ ich Torke nicht lange mit meinen Bitten. Länger als zwei Minuten haben wir noch nie am Stück irgendwas verlangt. Auch Spanisch hab ich schon gelernt – aber Torke will von alledem nichts wissen.

Dann versuchte ich es mit Clickertraining. Alle meine Hunde LIEBEN das und stellen sich wirklich alle an um mit mir clickern zu dürfen. Nicht so Torke. Zwar schien er bei der Konditionierung auf den Clicker erst ganz begeistert. Plötzlich jedoch brach er ab und verkroch sich auf dem Sofa. Ich habe ihn jetzt wochenlang zuschauen lassen wenn ich mit den anderen Hunden geclickert habe – auch durch die Begeisterung der anderen Hunde lässt er sich nicht anstecken. Er hat jedoch keine Angst vor dem Clicker (wie ich erst befürchtete). Er verweigert einfach jegliche Form der „Arbeit“.

Er apportiert Bälle leidenschaftlich gerne und ich habe den Eindruck, dass er das auch einmal richtig gelernt hat. Zufällig habe ich kürzlich einen Trainingsdummy in meiner Hundezeugkiste gefunden. Und natürlich den Ball gegen das Dummy getauscht. Torke hat zwar einmal das Dummy sehr schön apportiert, aber dann lässt er mich stehen. Er denkt wohl, das schöne Spiel könnte hier wohl in Arbeit ausarten.

Jetzt habe ich aber dank des Hundetrainers meine Taktik geändert. Eigentlich nur meine Einstellung – seit dem gestrigen Nachmittag erwarte ich mir von ihm keinerlei Gehorsam irgendein Kommando betreffend. Und siehe da – heute morgen hat Torke sich doch tatsächlich für sein Futter hingesetzt!!! Und das nach Monaten!! Diesbezüglich schlägt er alle meine Terrier, dass muss ich ihm lassen.

Ansonsten ist Torke ein wirklich fröhlicher Hund geworden. Ich bin oft voller blauer Flecken, weil er mir seine Zuneigung mit „zärtlichen“ Bissen zeigt. Das macht er so schnell dass man sich gar nicht wehren kann. Er ist total verschmust, rennt mir auf Schritt und Tritt nach. Was im normalen Alltag manchmal zugegebenermaßen etwas lästig ist, ist bei Spaziergängen natürlich ein Riesenvorteil! Auch wenn ich draußen im Stall bin, rennt er nicht weg. Er kann über alle meine Zäune springen (er ist der erste Hund der dass schafft!!!), aber das macht er nur, wenn ich ihn kurz alleine im Hof lasse. Er will einfach immer mit dabei sein.

Kann er grundsätzlich auch, aber meine Ziegen beispielsweise sind etwas ungehalten wenn er neben dem Melken im Ziegenfutter herumschnüffelt. Da muss er eben vor der Stalltüre warten – was er auch sehr brav macht.

Meine Katzen beißt er nicht, manchmal lässt er sich zu einem kurzen Sprint hinter ihnen hinreißen. Kommt aber gleich wieder wenn ich ihn energisch rufe. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und diese Situation ist für mich als Terrier-Besitzerin ein echtes Geschenk! Damit hat Torke natürlich auch ein sehr großes Privileg gegenüber den anderen Hunden – er darf wirklich überall mit mir hin!

Ja und wenn bis spätestens 15 Uhr noch kein Spaziergang auf dem Programm stand, wird Torke schlicht und einfach UNMÖGLICH! Da geht man dann wirklich gerne, auch wenn es stürmt und schneit.

Er kann inzwischen auch Alleinebleiben – kommt ja ganz selten vor. Aber einmal waren wir vor ein paar Wochen mal mit Freunden Pizza essen. Da haben wir es erstmals riskiert – Torke war mit den anderen Hunden alleine zu hause – ganze vier Stunden – und das ganz ohne etwas kaputt zu machen oder zu Bellen.

Mit den anderen Hunden gibt es überhaupt keine Probleme. Er ist wirklich mit allen verträglich. Die Dogo-Hündin vor der er großen Respekt hatte, ist leider Mitte November an einer Magendrehung verstorben. Nun ist Torke unser einziger „richtiger“ Hund (weil groß!). Und Torke genießt diesen Status sichtlich!

Nun muss ich jedoch meinen Bericht beenden, obwohl ich noch so viel über Torke berichten könnte. In knapp drei Stunden bereits beginnt das Neue Jahr und unsere Nachbarn knallen schon kräftig mit ihren Raketen…Torke ist noch unentschieden ob er sich fürchten soll. Da ich aber zwei Hunde haben, die sich sehr fürchten, muss ich nun schauen, dass ich mit Torke in ein anderes Zimmer gehe – er soll sich die Angst nicht „abschauen“.

Ich, bzw. wir alle wünschen Ihnen ein glückliches Neues Jahr. Wir hoffen, dass sich für die Hunde auf Lanzarote alles zum Guten wendet. Für Sie alle wünschen wir uns Gesundheit und weiterhin viel Kraft und Energie um Ihre bewundernswerte Arbeit weiter fortführen zu können!

Sabine


29.12.2010

Liebe Frau Schwarze!                                                

Vorerst vielen Dank für Ihre lieben Weihnachtsgrüße!

Wegen Oktavia werde ich bei nächster Gelegenheit mehr berichten bzw. Bilder senden, aber so viel sei heute schon gesagt: Sie ist eine ganz liebe und tolle Hündin. Sie ist ziemlich auf mich fixiert, mein Mann ist die zweite Wahl, aber er hat immer so herrliche Leckereien, da kann sie nicht widerstehen.

Grundsätzlich baut sie ihr Misstrauen gegen Männer immer mehr ab, aber ob sich das ganz legen wird, ist nicht sicher.

Kinder mag sie, andere Hunde auch, sie war schon ein paar mal mit in der Stadt und ist da überraschend gelassen. Wenn sie wirklich einmal erschrickt oder sich vor etwas ängstigt, dann will sie nicht weglaufen sondern kommt sofort ganz eng zu mir. Wenn das kein Zeichen von Vertrauen ist....

Sie erledigt ihre "Geschäfte" (groß und klein) grundsätzlich zu Hause, daher haben wir noch kein einziges Mal unterwegs die Hundekotbeutel benützen müssen!

Sie mag den Schnee, verabscheut aber Regen. Sie hat einen Pulli und einen Regenmantel, beides schätzt sie sehr, wenn sie mit mir im Auto unterwegs ist, bekommt sie ein kleines Heizkissen in der Größe einer Wärmeflasche auf den Rücksitz.

Wir sind mit ihr schon ausgegangen (zum Essen), dann nehmen wir ein Liegekissen mit in das Restaurant. Sie legt sich dann hin und benimmt sich sehr gut. Es gibt kein Betteln oder Stehlen!

Sie läuft nicht so viel wie man glauben möchte, auch wenn sie dazu genug Gelegenheit bekommt. Und wenn sie es in der kalten Luft doch einmal etwas ausgiebiger tut, dann beginnt sie leicht zu husten. Aber sie ist nicht verkühlt, da achten wir sehr darauf.

Mit den anderen beiden Hunden klappt das sehr gut, wenn wir einmal keinen Hund mitnehmen können, bekommen alle drei eine große Kaustange. Auch wenn die Terrierhündin Kunigunde (sie ist die unumstrittene Chefin) einmal alle drei Kaustangen zugleich "überwacht", so gibt es dennoch keinen Streit unter den Hunden!

Einziger "Fehler" Octavias: Sie macht doch hin und wieder etwas kaputt, wenn wir nicht da sind. Das kann schon in

5 Minuten passieren. Ich denke, das wird sich im Lauf der Zeit auch noch bessern und manchmal funktioniert es ja auch ganz gut und sie stellt nichts an. Sie öffnet übrigens keine Türen und springt nicht über den Zaun.

So, das war mein Bericht für zwischendurch, Frau Schneider habe ich ebenfalls geschrieben.

Abschließend noch ein Zitat eines englischen Dichters:

An der Schwelle des neuen Jahres lacht die Hoffnung und flüstert, es werde uns mehr Glück bringen. Alfred Lord Tennyson, (1809 - 1892)

In diesem Sinn verbleibe ich mit einem Prosit 2011 für Sie und Ihr tolles Team

Anita mit Familie

Ein Dankeschön für Ihren unermüdlichen Einsatz für Tiere und weiterhin viel Kraft dafür!!!


03.10.2010

Liebe Frau Schneider!                                                

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Hier ein kurzer Bericht über Torkes ersten Tage:

Schön langsam lebt er sich ein, er kennt nun schon unseren Tagesablauf.

Abends rennt er schon in unser Schlafzimmer. Dorthin führt eine sehr enge, recht steile Treppe. Er hat keine Probleme dort raufzusteigen, ganz im Gegenteil. Am ersten Tag ist er da schon von ganz selber rauf. Runter tragen wir ihn immer, ich habe doch Angst, dass er einmal hinunter rumpelt. Es ist unglaublich, was dieser Hund uns für ein Vertrauen entgegenbringt! Da unsere Tochter aber vor kurzem ausgezogen ist, werden wir demnächst, nach einigen Renovierungsarbeiten, in das ehemalige Kinderzimmer ziehen. Dann kann Torke unser Schlafzimmer selbstständig verlassen ;-)

Er ist immer sehr freundlich zu allen. Vor unserer Dogo-Hündin Evita hat er einen Mords-Respekt. Sie tut ihm nichts, schaut ihn manchmal nur streng an wenn sie glaubt, dass er etwas Verbotenes tut.  Spielen mag sie mit ihm nicht, aber das wird schon werden. Sämtliche andere Hunde in unserem Haus haben Torke von Anfang an sehr gut akzeptiert und er mag auch alle. Lediglich würde er sich einen wirklichen Spielkameraden wünschen. Meine Hunde sind halt schon richtig „erwachsen“. Ich kenne da aber einige spielwütige Hunde, die wird Torke dann in nächster Zeit kennen lernen.

Wir machen täglich kurze Spaziergänge (er bekommt ja noch Antibiotika) und er läuft da wunderbar an der 10m Schleppleine. Er hat auch schon verstanden, dass er mit Ziehen (eigentlich macht er das nur an der 2mLeine) nicht weiterkommt. Er hört schon gut auf seinen Namen, wenn ich ihn rufe, kommt er gerne und schnell. Außer die Ablenkung ist einfach zu groß, aber das ist ja verständlich und deshalb vermeide ich es auch, ihn in solchen Situationen zu rufen.

Erziehungsmäßig ist er im Prinzip ja auf dem Stand eines achtwöchigen Welpen. Man muss ihm alles erklären. Dass er nicht auf den Tisch springen darf, dass er keine Menschen anspringen soll, dass er auch keine Unterlagen aus dem Regal holen soll, und dass er beim Menschen-Frühstück nicht vom Sofa aus mitessen darf.

Er ist sehr beharrlich in seinem Tun, aber ich bin (dank jahrelangem Terrier-Management!) noch beharrlicher! Dann akzeptiert er doch und ich kann sehen, dass er in den paar Tagen bei uns schon enorm viel gelernt hat.

Das einzige was ihm momentan wirklich Schwierigkeiten bereitet, ist das Alleine bleiben. Wobei man dazu sagen muss, dass alleine bei uns immer bedeutet, mit mindestens einem anderen Hund kurz im Zimmer zu sein. Am zweiten Tag war er für genau acht Minuten alleine (mit Alrun) in unserem Esszimmer. Da war er sehr brav. Aber je mehr er sich an mich bindet (ich bin ja seine Hauptbezugsperson), desto weniger will er mich aus den Augen verlieren. Da ich selber einmal einen sehr schwierigen Terrier-Rüden mit Trennungsangst hatte und auch früher oft Hunde mit Trennungsangst beaufsichtigt habe, weiß ich glücklicherweise was zu tun ist. So beachte ich seine Jaulerei und Kratzerei an der Türe nicht, warte bis er ganz leise ist, gehe dann zurück ins Zimmer, beachte ihn aber vorerst nicht und auch nicht die Dinge, die er vom Tisch geholt hat. Wenn ich das Zimmer verlasse, gibt es ebenso keine Statements meinerseits. Warum auch, ich komme ja gleich wieder. Je mehr ich das mache, desto ruhiger wird er dann. So verbringe ich die Tage nun meist mit raus- und reinkommen ;-)

Vorgestern war es so, dass er auch neben meinem Mann und meiner Schwester, vor lauter Stress ins Haus gepinkelt hat wenn ich für ein paar Minuten nicht da war. Deshalb war es auch ganz gut, dass ich gestern für einige Stunden am Nachmittag nicht da war. Eine schon vor langer Zeit geplante Kutschenfahrt mit  Freunden stand auf dem Programm. Mein Mann blieb natürlich bei Torke, und dieser musste sich mit der Situation einfach abfinden. Als ich zurückkam hat er sich sichtlich gefreut. Seither ist er etwas ruhiger wenn ich hinausgehe. Wie dem auch sei - momentan ist es eine Gratwanderung, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dieses „Problem“ hinkriegen.

Es ist ja so, dass man als Hundeliebhaber grundsätzlich alle Hunde mag. Aber Sie wissen bestimmt, dass es auch ganz besondere Hunde gibt, die einfach perfekt zu einem passen, Hunde an denen das Herz ganz besonders hängt. Und Torke ist so ein Hund für mich bzw. uns!

Nun ruft mich die Pflicht in Form meiner Ziege die gemolken werden will. Ich melde mich bald wieder und sende Ihnen dann auch ein paar Fotos von Torke!

Ganz liebe Grüße an alle,

Sabine und Torke

       


02.10.2010

Liebe Frau Schneider!                                                 

Noch ein paar Worte zu Octavia. Sie ist tatsächlich relativ entspannt, auch wenn es Ausnahmen gibt. Gestern ließ sie sich von meinem Mann nicht anleinen. Sie mache einen Bogen um ihn herum und wir wussten einfach nicht, warum. Er hatte am Morgen einen Bademantel und später einen Arbeitsmantel übergezogen, weil er zu tun hatte. Später zog er den Mantel aus – und siehe da –plötzlich ging es wieder. Sie mag also keine Männer, wenn sie einen Arbeitsmantel tragen. Bei fremden, großen Männern ist sie auch sehr zurückhaltend.

Im Normalfall ist sie recht mutig! Wir gingen ein kleines Stück zur Straße, natürlich doppelt gesichert. Da kamen in ganz kurzer Zeit kleine und große Kinder, Menschen mit fremden Hunden, Radfahrer, Autos und später zu meinem Schrecken ein paar Reiter mit ihren Pferden vorbei! Letztere interessierten sie maßlos. Sie wollte zu ihnen hin, nicht weg. Aber wir haben die Bewährungsprobe gut hingekriegt. Inzwischen wissen wir, dass weder Kinder, fremde Hunde, Menschen, Jogger, Autos (Ausnahme: ein großer, weißer Lieferwagen), Fahrräder oder Traktoren mit Anhängern ein Problem sind. Das alles hatten wir in knapp einer halben Stunde erfahren!!!

Leine gehen (auch lange Leine) ist ihr noch nicht besonders geläufig, da werden wir sicher noch Übung brauchen.

Unser Rasenmäher stört sie sehr wenig. Beim Staubsauger weicht sie aus, es ist aber nicht so schlimm, obwohl das Ding laut ist.

Bei Katzen scheint ihr Jagdtrieb allerdings zu erwachen, bei Hühnern ist sie etwas interessiert, während sie sich bei Enten (noch?) nicht aus der Ruhe bringen lässt. Wie sie auf Ziegen und Schafe oder Kühe reagieren wird, wissen wir nicht. Sogar ein Gehege mit Antilopen gibt es in unserer Nähe! Aber nicht unmittelbar neben der Straße. Auf die Rufe der Greifvögel reagiert sie höchst aufmerksam und bellt sogar, ebenso bei Lauten von Wildtieren im Fernsehen.

Mit unseren anderen Hunden geht es ganz gut, obwohl Kunigunde ein wenig zickig und Sorley noch etwas lästig ist. Octavia ist überhaupt nicht streitsüchtig.

Heute habe ich sie erstmals im Garten freigelassen. Sie überlegte, ob sie zu unserer Tochter bzw. zu Torke hinschauen könnte, blieb aber dann brav da.

Im Haus räumt sie gerne die Fensterbänke ab, hat das Telefon meines Mannes auf das Hundesofa getragen und hält nach „Diebesgut“ Ausschau. Sie sorgt dafür, dass uns und ihr nicht langweilig wird.

Octavia ist ein sehr lieber Hund und wir sind froh, dass sie hier ist. Sie wird unser Leben bereichern.

Wir danken Ihnen für Ihr mutiges, tierschützerisches und grenzüberschreitendes Engagement. Wir finden, das machen Sie alle ganz großartig, umsichtig, mit der nötigen Professionalität, mit Verstand und viel Herz. Bitte leiten Sie das auch nach Lanzarote weiter. Wir machen viel Werbung für Sie und Ihre Organisation und hoffen, das kommt „Ihren“ Tieren zugute.

Bis zum nächsten Mal verbleibe ich mit lieben Grüßen

Anita (mit Familie)


28.09.2010

Liebe Frau Schneider,

Octavia ist recht neugierig.

Sie frisst übrigens mit viel Appetit. Danke in diesem Zusammenhang für Ihre Leckerlis, die sind unglaublich begehrt! Sie sind was Hunde anbelangt offensichtlich sehr vielseitig!

Octavia gab ich gleich einmal eines beim Überziehen des Brustgeschirrs. Aber das mochte sie (noch?) gar nicht. Sie begann zu zittern, da habe ich es gleich wieder abgenommen. Ich denke, ich werde langsam versuchen, sie daran zu gewöhnen. Vielleicht verbindet sie auch etwas Unangenehmes damit? Wir wissen es ja nicht und sie muss noch lernen, dass ihr nichts passieren wird. Es kann auch sein, dass sie mit einem ganz leichten Brustgeschirr zu üben anfangen muss. Wir werden ja sehen.

Im Übrigen ist Octavia sehr neugierig und überraschend mutig. Ich werde wieder berichten.

Bis zum nächsten Mal liebe Grüße