09.04.2016

Liebe Margarethe, liebe Lucia

Schon sehr lange wollte ich dir schreiben, wie schön es mit Dilla und Valerie ist, wieviel Freude sie uns bereiten und wieviel Spaß die beiden haben.

Leider habe ich dies immer wieder verabsäumt und nun habe ich traurige Nachrichten.

Schon länger geht es Dilla nicht so gut. Seit ein paar Jahren muss sie Augentropfen nehmen, da sie fast nichts mehr sieht. Auch benötigt sie schon länger Demenztabletten, Herztabletten und eine Nahrungsergänzung für ihre Gelenke. Vor ein paar Wochen, als eine Geschwulst am rechten Vorderlauf nicht abklingen wollte, wurde dann beim Röntgen Knochenkrebs vermutet. Da es ein Vorderlauf ist, sie schon sehr alt ist und die Hinterbeine auch nicht mehr so richtig wollen, müssen wir von einer Amputation absehen und können ihr nur mit Schmerztabletten helfen, so lange es ohne größere Schmerzen noch geht. Wir erwarten eigentlich schon seit einiger Zeit, dass wir sie erlösen müssen. Sie hat aber immer wieder Phasen, wo sie uns ganz lustig wie ein junger Hund ansieht und wo sie auch ziemlich fröhlich herumgeht.

Gestern abend, als wir heimkamen, ging es Valerie plötzlich sehr schlecht. Sie konnte nicht mehr stehen und war auch geistig etwas weggetreten. Wir sind sofort zum Tierarzt gefahren.  Dort wurde eine Blutarmut diagnostiziert, sowie Blut in der Bauchhöhle und mehr als 50% Nierenschädigung. Sie wurde noch in der Nacht notoperiert, diese Operation hatte sie gut überstanden, es wurde ihr die Milz mit zwei faustgroßen Tumoren entfernt, sie blieb beim Tierarzt am Tropf und zur Beobachtung. Es hieß, dass sie noch eine Chance hat . Heute gegen 7 Uhr morgens erreichte mich dann der Anruf, dass sie um ca. 5h von uns gegangen ist, die Schwächung durch den Blutverlust war zu groß und sie hatte den Kampf leider verloren.

Ich hatte noch nie einen Hund wie Valerie gesehen, der so fröhlich und voller Lebenslust war wie sie. Es gab bei ihr keine schlechten Tage, sie wollte nur laufen. Sie vertrug sich sofort mit jedem anderen Hund, gerne kamen diese zu uns in den Garten um mit ihr zu spielen. Viel zu früh, nach nur 10 ½ Jahren, hinterlässt sie ein großes Loch, welches uns völlig unvorbereitet traf. Noch am Vortag hatte sie viel Spaß mit einem anderen Hund, man konnte ihr nichts anmerken. Der Tierarzt hat uns gesagt, dass dieser Tumor auch nicht im Vorhinein diagnostizierbar ist.

 

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Wir werden sie nie vergessen und versuchen, Dilla noch ein paar letzte Tage, vielleicht werden es auch Wochen, zu geben.

Anbei das letzte Foto, dass der Tierarzt gemacht hatte, kurz bevor sie verschied.

 
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Mit traurigem Gruß

Elisabeth und Friedrich